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Slomka-Nachfolge: Wer ist der Richtige für den HSV?

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Krise beim Hamburger SV Tuchel scheidet als Kandidat wohl aus

Der Hamburger SV will eine längere Nachfolgesuche für den beurlaubten Trainer Mirko Slomka vermeiden. Der neue Coach soll bald präsentiert werden. Als Wunschbewerber galt Thomas Tuchel. Der hat laut Medieninformationen aber schon abgesagt.

Hamburg - Fußballbundesligist Hamburger SV will schnell einen Nachfolger für Trainer Mirko Slomka benennen. Der Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer hatte den 47-Jährigen am Montagabend nach nur sieben Monaten beim HSV beurlaubt. Eine lange und quälende Suche nach einem neuen Trainer will Beiersdorfer vermeiden.

Wer beim nächsten Punktspiel am kommenden Samstag auf der Trainerbank sitzen wird, ist allerdings noch offen. Thomas Tuchel wurde als Wunschkandidat gehandelt. Beiersdorfer soll sich angeblich bereits mit dem 41-Jährigen getroffen haben. Nach Informationen von Radiosender NDR 90,3 hat er dem Hamburger SV allerdings bereits abgesagt. Der frühere Coach des Fußball-Bundeslisten 1. FSV Mainz 05 plane anders, hieß es beim NDR.

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Tuchel hatte zuvor bereits mehrfach geäußert, erst in der kommenden Saison ins Trainergeschäft zurückkehren zu wollen. Gehandelt wird deshalb als Interimslösung auch Josef Zinnbauer, der Coach der derzeit erfolgreichen U-23-Mannschaft des HSV. Beiersdorfer bat den 44-Jährigen am Dienstagmittag zu einem längeren Gespräch in sein Büro.

Als weitere Kandidaten sind die früheren Hamburger Trainer Felix Magath, Thomas Doll und Huub Stevens im Gespräch. Auch der Name von Ex-Profi Stefan Effenberg fiel zuletzt mehrfach.

Effenberg hat Interesse bekundet

Magath gilt als Wunschkandidat des Geldgebers Klaus-Michael Kühne. Mit Doll hatte Beiersdorfer beim HSV bereits zusammengearbeitet. Stevens hatte Hamburg damals aus freien Stücken verlassen. Effenberg ist gebürtiger Hamburger und hat wiederholt sein Interesse an einem Engagement beim HSV angedeutet.

Klar ist, dass der Verein zügig handeln muss, denn schon in vier Tagen erwarten die Hamburger in der Bundesliga Rekordmeister Bayern München, danach geht es zum Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach.

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Glaubt man Slomka, kam die Entlassung überraschend für ihn. Ihm war es in acht Wochen Vorbereitungszeit und trotz Investitionen von etwa 26 Millionen Euro in neue Spieler nicht gelungen, einen Aufwärtstrend bei den Hamburgern einzuleiten. Nach drei Spieltagen liegt der HSV torlos auf dem letzten Tabellenplatz. Nach dem 0:2 am Sonntag bei Slomkas Ex-Verein Hannover 96 hatte die Führungsriege des HSV genug. Zwar brachte Slomka sieben neue Profis, eine klare Linie oder ein Spielkonzept waren aber nicht zu erkennen.

Damit entließ Beiersdorfer nach der Rückkehr zum HSV im Sommer zuerst Sportdirektor Oliver Kreuzer nach nur einer Saison, dann Slomka. Nachdem man sich mit Kreuzer außergerichtlich auf etwa 800.000 Euro geeinigt hatte, wird nun erneut eine Ablöse fällig. Slomkas Vertrag läuft noch bis Juni 2016.

aha/dpa