Abschied nach einer Saison HSV und Trainer Hecking beenden Zusammenarbeit

Dieter Hecking wird in der kommenden Saison nicht mehr das Team des Hamburger SV betreuen. Darauf haben sich Trainer und Verein geeinigt.
Dieter Hecking und Sportvorstand Jonas Boldt gehen künftig getrennte Wege

Dieter Hecking und Sportvorstand Jonas Boldt gehen künftig getrennte Wege

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Jan Huebner/Blatterspiel/ imago images/Jan Huebner

Der Hamburger SV und Trainer Dieter Hecking gehen künftig getrennte Wege. Das gab der Zweitligist über seine Website bekannt . Die Entscheidung sei nach "ausführlichen Analyse- und Ausrichtungsgesprächen" zwischen dem 55 Jahre alten Hecking und Sportvorstand Jonas Boldt getroffen worden. Zuvor hatte die "Bild" über einen möglichen Abschied des Trainers berichtet.

"Ich bin vor einem Jahr hier angetreten, um gemeinsam mit den Verantwortlichen des Klubs das große Ziel des Hamburger SV zu erreichen", sagte Hecking: "Wir haben in der zurückliegenden Saison einiges geschafft: Wir haben eine gute Hinrunde gespielt, die Fans zufriedengestellt, mehrere sehr schwierige Situationen rund um die Mannschaft gemeistert und auch den HSV in ruhigere Bahnen geführt. Aber wir haben das angestrebte Ziel nicht erreicht. Dafür übernehme ich die Verantwortung."

Das erklärte Ziel des Klubs war die Rückkehr in die Bundesliga. Hecking trat den Job beim Hamburger SV als erfahrener Aufstiegstrainer an. 2002 hatte er den VfB Lübeck in die zweite Liga und 2006 Alemania Aachen in die Bundesliga geführt. In Hamburg konnte er diese Erfolge nicht wiederholen und so endet seine Zeit beim HSV nach nur einer Saison.

Grammozis möglicher Nachfolger

Besonders nach der Corona-Pause lief es beim HSV nicht gut. Das Team gab mehrfach Punkte in den letzten Spielminuten ab. Am vergangenen Wochenende hatte der HSV durch eine 1:5-Niederlage gegen den SV Sandhausen am letzten Spieltag den Sprung auf den Relegationsplatz verpasst. Der langjährige Bundesligist bleibt damit ein drittes Jahr zweitklassig.

Sportvorstand Boldt sprach von einem "offenen, ehrlichen Austausch". Der Klub sehe sich "gezwungen, einen veränderten Weg einzuschlagen". Als möglicher Nachfolger auf der Trainer-Position gilt Dimitrios Grammozis. Der Grieche betreute bis zum Saisonende Darmstadt 98 und führte die Lilien zuletzt auf den fünften Tabellenplatz - nur zwei Punkte hinter dem HSV. 

Bereits im Februar hatte sich der 41-Jährige gegen eine Vertragsverlängerung bei seinem Arbeitgeber entschieden, der Coach wäre also frei verfügbar. Für Grammozis wäre ein Engagement in Hamburg eine Rückkehr, von 1998 bis 2000 war er als Mittelfeldspieler beim HSV aktiv.

tip/sid
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