Ibrahimovics Fallrückzieher Keine Chance auf das "Tor des Jahres"

Sein Zaubertreffer gegen England verzückt die Fußballwelt, die Fifa aber bleibt hart: Der Fallrückzieher könne nicht mehr in die Auswahl zum "Tor des Jahres" aufgenommen werden, die Kandidaten waren bereits ausgewählt. Ein wenig Hoffnung macht der Weltverband dem Superstar aber.
Ibrahimovics Fallrückzieher: Keine Chance auf das "Tor des Jahres"

Ibrahimovics Fallrückzieher: Keine Chance auf das "Tor des Jahres"

Foto: Jonas Ekstromer/ dpa

Hamburg - Das Jahr endet am 14. November - zumindest für die Fifa. Als Zlatan Ibrahimovic am Mittwochabend sein Fallrückzieher-Wundertor gegen England (4:2) erzielte, hatte für Fußballfans auf der ganzen Welt eigentlich festgestanden: Das war das Tor des Jahres 2012!

Doch da die Online-Abstimmung auf der Homepage des Fußball-Weltverbandes über den schönsten Treffer bereits einige Stunden vor Anpfiff des Testspiels angelaufen war, kann Ibrahimovics Geniestreich von der Auswahlkommission für den Ferenc-Puskás-Preis 2012, wie das Tor des Jahres offiziell heißt, nicht mehr berücksichtigt werden. Das teilte die Fifa auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes mit. Eine Ausnahme könne nicht gemacht werden. "Ich habe gesehen, dass ich nicht dabei war, und das Problem musste ich lösen", witzelte der Schwede, nachdem ihm der phänomenale Fallrückzieher gelungen war.

Ein wenig Hoffnung machte der Verband dem schwedischen Superstar allerdings, dass sein weltweit bereits als eines der schönsten Tore der Geschichte gefeierter Treffer doch noch ausgezeichnet wird: Die Kommission könne ihn für die Abstimmung für den Puskás-Preis 2013 vorschlagen.

Die Fifa hatte am Dienstag Videos der zehn vorgeschlagenen Treffer veröffentlicht . Die Internetwahl endet am 29. November, danach beginnt eine weitere Online-Abstimmung über die drei Tore mit den meisten Stimmen bis zum 7. Januar 2013. Der Gewinner wird am gleichen Tag auf der Fifa-Gala in Zürich zusammen mit dem Weltfußballer des Jahres bekannt gegeben.

Der Preis erinnert an Ungarns Idol Ferenc Puskás. Der Offensivspieler spielte in den fünfziger und sechziger Jahren für den spanischen Rekordmeister Real Madrid und war Kapitän der ungarischen Nationalmannschaft. Die Auszeichnung für das schönste Tor des Jahres wird in Zürich zum vierten Mal verliehen. Die bisherigen Gewinner waren der portugiesische Superstar Cristiano Ronaldo (2009), der türkische Ex-Bundesligaprofi Hamit Altintop (2010) und Brasiliens Jungstar Neymar (2011).

luk/sid