Imke Wübbenhorst ausgezeichnet "Ich stelle nach Schwanzlänge auf" ist Fußballspruch des Jahres

Imke Wübbenhorst trainierte als erste Frau eine Oberligamannschaft der Männer. Eine sarkastische Antwort von ihr kurz vor ihrem Debüt wurde sogar in internationalen Medien zitiert. Nun hat sie dafür einen Preis gewonnen.
Imke Wübbenhorst hat einen Preis für den Fußballspruch des Jahres erhalten

Imke Wübbenhorst hat einen Preis für den Fußballspruch des Jahres erhalten

Foto: Daniel Karmann/dpa

Eine sarkastische Antwort von Imke Wübbenhorst zu ihrer Tätigkeit im Männerbereich ist zum Fußballspruch des Jahres gekürt worden. Die erste Trainerin einer Oberligamannschaft der Männer erhielt bei der Wahl zur Verleihung des Deutschen Fußball-Kulturpreises in Nürnberg die meisten Stimmen der anwesenden Gäste.

"Ich bin Profi. Ich stelle nach Schwanzlänge auf", hatte Wübbenhorst bei ihrem Debüt als Trainerin der Herren des BV Cloppenburg gesagt, als sie gefragt wurde, ob sie eine Sirene auf dem Kopf tragen werde, damit ihre Spieler schnell eine Hose anziehen könnten, bevor sie in die Kabine komme.

Ihre Antwort griffen selbst Medien aus Hongkong auf. Sogar Interviewanfragen aus Brasilien soll es gegeben haben.

Der seit 2006 vergebene Preis ist mit 5000 Euro für einen gemeinnützigen Zweck dotiert. Im Vorjahr hatte Thomas Hitzlsperger als ARD-Experte beim WM-Spiel gegen Schweden den Spruch des Jahres geliefert: "Die Schweden sind wie die Mittdreißiger in der Disco: Hinten reinstellen und warten, ob sich was ergibt."

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Fußballspruch des Jahres: Die elf Nominierten

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Neben Wübbenhorst hatten es drei weitere Sprüche in die Endauswahl geschafft und in Nürnberg zur Abstimmung gestanden:

  • "Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets. Da antwortet man auf die Frage nach der Nationalität mit Schalke, Dortmund oder Bochum", sagte der gebürtige Bochumer und heutige Bayern-Profi Leon Goretzka. Es war eine Reaktion auf rassistische Äußerungen einiger Fans beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien im März.
  • "Alle fragen immer, was der Unterschied zwischen den Mädels und den Jungs ist: Es gibt keinen", sagte der ehemalige DFB-Trainer Horst Hrubesch mit Blick auf seine Arbeit als Auswahltrainer bei Frauen und Männern.
  • "Wenn das ein Schiri ist - weiß ich nicht, Digger - soll der Cornflakes zählen gehen", sagte Jan Löhmannsröben, ehemaliger Spieler des 1. FC Kaiserslautern nach einem nicht gegebenen Foulspiel.
cop/dpa
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