Instabiles Knie Amoroso droht bis Saisonende auszufallen


Dortmund - Das Comeback von Marcio Amoroso bei Borussia Dortmund lässt weiter auf sich warten. Wie BVB-Trainer Matthias Sammer am Sonntag nach dem 3:2 seiner Mannschaft über den Hamburger SV bestätigte, droht dem Torjäger eine Operation und eine monatelange Pause. Möglicherweise bis Saisonende. Trotz der bereits am 11. September eingeleiteten konservativen Behandlung bereitet das lädierte linke Knie des Brasilianers noch immer Probleme. "Untersuchungen haben gezeigt, dass die Stabilität nicht so ist, wie sie sein sollte", sagte Sportmanager Michael Zorc.

Amorosos Vertrauensarzt Nivaldo Baldo rät deshalb zu einer Operation. Dabei könnten nicht nur die Seitenbänder gestrafft, sondern auch das Kreuzband operiert werden. Eine in den kommenden Tagen von BVB-Mannschaftsarzt Markus Braun in Brasilien durchführte Untersuchung von Amoroso soll Gewissheit bringen. "Noch ist nicht klar, was passiert", sagte Sammer, der in den vergangenen Wochen auf insgesamt zwölf verletzte Spieler verzichten musste.

Immerhin gab es auch positive Nachrichten aus dem Dortmunder Lazarett zu berichten. Die beiden französischen Fußball-Profis Ahmed Madouni und Guy Demel stehen nach ihrer Verletzungspause vor der Rückkehr ins Training. "Ich hoffe, dass ich in zwei Wochen wieder am Mannschaftstraining teilnehmen kann", erklärte Demel auf der BVB-Homepage. Der 22-Jährige hatte sich zum Ligastart beim 2:2 in Schalke einen Kreuzbandanriss zugezogen. Sein Ziel ist es, noch in diesem Jahr wieder zu spielen. Madouni hatte vor fünf Wochen in Frankfurt einen Außenbandriss im Sprunggelenk erlitten. "In der kommenden Woche möchte ich wieder voll ins Training einsteigen", sagte der 23-Jährige.

Conceicao und Rosicky wieder im Training


Überhaupt scheint sich die angespannte Lage bei den Dortmunder allmählich wieder zu entspannen. Am Montag kehrte überraschend auch Flavio Conceicao nach zweieinhalb Monaten wieder in das Mannschaftstraining zurück. Der Neuzugang von Real Madrid hatte sich am 16. August beim 3:1 über den TSV 1860 München einen Muskelfaserriss zugezogen und sollte laut ersten ärztlichen Vorhersagen eigentlich nur zwei Wochen pausieren. "Für die Spiele gegen Sochaux und Bayern München in dieser Woche kommt er allerdings noch nicht in Frage. Wir müssen erst abwarten, wie sein Oberschenkel auf die Belastung reagiert", sagte Sammer.

Darüber hinaus scheint auch die Genesung von Tomas Rosicky Fortschritte zu machen. Der tschechische Spielmacher, der zuletzt über Rückenbeschwerden geklagt hatte, nahm am Montag das Lauftrainig auf.



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