Fußball in Italien Rückkehrer Lukaku braucht keine 90 Sekunden für seinen ersten Treffer

Romelu Lukaku gelingt bei seiner Rückkehr zu Inter der perfekte Einstand. Der AC Mailand hat Probleme. Aufsteiger Monza Calcio verpatzt derweil seinen Auftakt – sehr zum Ärger von Silvio Berlusconi.
Inters Romelu Lukaku (M.) traf schon nach knapp zwei Minuten: »König Lukaku ist wieder zurück«

Inters Romelu Lukaku (M.) traf schon nach knapp zwei Minuten: »König Lukaku ist wieder zurück«

Foto: Ciro De Luca / REUTERS

Romelu Lukaku ist die perfekte Rückkehr nach Italien gelungen. Der 29-Jährige brauchte keine 90 Sekunden für seinen ersten Treffer, Inter Mailand kam zum Start der italienischen Serie A aber erst durch ein spätes Tor zum Sieg. Denzel Dumfries sorgte bei US Lecce am Samstagabend in der Nachspielzeit für den 2:1 (1:0)-Endstand.

»Wir haben mit all unseren Kräften an den Sieg geglaubt. Dieser Erfolg ist für uns der beste Start in die neue Meisterschaft«, sagte Inter-Trainer Simone Inzaghi.

Gosens bei Inter früh ausgewechselt

Der belgische Nationalspieler Lukaku, nach einem ernüchternden Jahr beim FC Chelsea wieder im Inter-Trikot, traf kurz nach Spielbeginn per Kopf zur Führung (2.) – und erhielt von den italienischen Medien viel Lob. »Inter Mailand kämpft bis zum letzten Atemzug. König Lukaku ist wieder zurück«, kommentierte die Gazzetta dello Sport. »In 82 Sekunden löscht Lukaku ein Jahr voller Bitterkeiten und versöhnt sich mit den Inter-Fans, die seinen Wechsel zu Chelsea schwer verkraftet hatten«, so Tuttosport.

Assan Ceesay brauchte nach der Pause ebenfalls kaum Anlaufzeit und glich aus (48.). Dumfries schlug zu, als es nach einem Unentschieden aussah (90.+5). Nationalspieler Robin Gosens stand bei Mailand in der Startformation und wurde in der zweiten Hälfte ausgewechselt (57.).

Ante Rebic (M.) vom AC Mailand: Traf doppelt zum Auftakt

Ante Rebic (M.) vom AC Mailand: Traf doppelt zum Auftakt

Foto: Marco Luzzani / Getty Images

Einige Schwierigkeiten hatte auch der AC Mailand. Dank eines Doppelpacks des Ex-Frankfurters Ante Rebic gewann der Meister 4:2 (2:2) gegen Udinese Calcio. »Wir sind nicht perfekt, aber wir müssen es werden«, sagte Trainer Stefano Pioli.

Rebic (15./62.), Theo Hernandez (11., Foulelfmeter) und Brahim Diaz (46.) trafen für Milan. Rodrigo Becao (2.) und Adam Masina (45.+3) waren für Udine erfolgreich.

Aufsteiger Monza Calcio, im Besitz des früheren Premierministers Silvio Berlusconi, verpatzte derweil seinen Auftakt und verlor 1:2 (0:1) gegen den FC Turin. »Monza muss sich eindeutig stark verbessern. Nach dieser Niederlage habe ich den Jungs gesagt, dass man an den Sieg glauben muss. Wer daran glaubt, kämpft, wer daran glaubt, überwindet jedes Hindernis«, sagte der 85-jährige Berlusconi: »Wir hoffen, dass wir uns nicht blamieren und den Klassenerhalt schaffen. Wir haben 13 Verträge mit neuen Spielern abgeschlossen, und ich bin derjenige, der zahlt.«

ara/sid
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