Internationale Pressestimmen "Die Weltmeister sind verschwunden"

Triumph und Trauer: Die niederländische Presse feiert "Oranjes Tormaschine". Frankreichs Zeitungen bezeichnen den Auftritt ihrer Nationalmannschaft als "lächerlich". Italiens Gazetten hoffen auf "ein Wunder". "Österreich" verspottet das deutsche Team.


ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Die Zukunft der Azzurri hängt am seidenen Faden. Der Weg in die nächste Runde ist steil wie noch nie. Hätte Buffon nicht ein Meisterwerk geschafft und Mutus Elfmeter gehalten, wäre Italiens Debakel perfekt gewesen."

Corriere dello Sport: "Die Weltmeister sind verschwunden. Die schäbige Nationalmannschaft hat auf ihrem Weg auch noch einen verheerenden Schiedsrichter getroffen."

Tuttosport: "Jetzt müssen wir auf die Niederlande hoffen. Die Chancen sind aber sehr gering. Die italienischen Weltmeister sind nicht mehr zu wiederzuerkennen."

Repubblica: "Buffon rettet Italien, jetzt ist ein Wunder notwendig, um noch die nächste Runde zu erreichen. Abgesehen von den Schiedsrichterfehlern hat man eine leichte Besserung der Mannschaft feststellen können."

RUMÄNIEN

Evenimentul Zilei: "Adrian, du weißt nicht, wie groß du hättest werden können, wenn du den Elfmeter verwandelt hättest. Torhüter Bogdan Lobont war der Retter des Vaterlandes."

Adevarul: "Bravo Mutu, schade Mutu!"

SCHWEIZ

Blick: "Buffon hält Italien am Leben. Ohne den Elfmeter-Killer könnte der Weltmeister bereits die Koffer packen."

Neue Zürcher Zeitung: "Buffon vereitelt Mutus Stich ins Herz Italiens. Die Azzurri überzeugen auch gegen die starken Rumänen nicht."

Berner Zeitung: "Italien zittert weiter - dank Buffon. Die EM ist für den Weltmeister noch nicht vorbei, weil der Torhüter einen Elfmeter hielt."

ÖSTERREICH

Österreich: "Nach dem 1:1 gegen die Dracula-Truppe geht es für die Azzurri gegen Frankreich um alles oder nichts."

Kurier: "Der Weltmeister ist in höchster Not. Nach dem Remis gegen Rumänien muss Italien auf den Sportsgeist der Niederländer hoffen."

Der Standard: "Weltmeisters Lust und Qual. Italien wandelt weiter am Abgrund."

NIEDERLANDE

De Telegraaf: "Wir sind weiter! Oranje-TGV überrollt Frankreich. Basel, bereite dich auf eine Oranje-Invasion vor, denn die Niederlande gehören zu den besten Acht von Europa. Wer zu so einer Leistung fähig ist, kann auch Europameister werden."

Algemeen Dagblad: "Viertelfinale. Oranjes Tormaschine überrascht wieder. Niederlande schlachtet auch Frankreich. Schon jetzt, lange vor Wien, ist van Bastens vor vier Jahren begonnene Mission gelungen. Marco van Basten, welch ein Star."

De Volkskrant: "Es ist ein Märchen, es kann eigentlich nicht sein, aber es ist doch wahr. Nach Weltmeister Italien verlor auch WM-Finalist Frankreich gegen die neue Oranje-Tormaschine. Besonders das zweite Tor war von so einer unbekannten Schönheit, das es ein Denkmal verdient im Oranje-Museum."

FRANKREICH

L'Equipe: "Jetzt hilft nur noch beten. Weggefegt durch die Niederlande und im Stich gelassen von einer Verteidigung, die sich nicht mehr verteidigen lässt, stehen die Blauen jetzt vor dem Aus. Sie stehen am Rande des Abgrunds, haben Schiffbruch erlitten und ihr Schicksal nicht mehr in der Hand."

Liberation: "Orange, welche Verzweiflung. Die Blauen wurden von entfesselten Niederländern abgewatscht und sind jetzt nicht mehr Herr ihres Schicksals."

France Soir: "Lächerlich! Die Blauen stolpern weiter und wurden von den Niederländern in ihre Einzelteile zerlegt."

ÖSTERREICH

Österreich: "Es schlägt oranje! Toranje marschiert. Holland schießt nach dem Welt- auch den Vize-Weltmeister ab."

Kurier: "Spektakel in Bern - Orange ist die Farbe der Sieger."

Der Standard: "Holländer demütigen Franzosen und fliegen ins Viertelfinale."

Die Presse: "Niederlande überleben die Todesgruppe."

Neben den Spielen vom Freitag beschäftigte sich die Tageszeitung "Österreich" am Samstag bereits mit dem Vorrunden-Finale der Österreicher gegen Deutschland am Montag in Wien (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Sie verhöhnte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und Bundestrainer Joachim Löw: "Die Deutschen haben die Hosen voll." Zudem bezeichnete das Blatt Coach Löw als "Abschusskandidaten", Keeper Jens Lehmann als "Fliegenfänger", Kapitän Michael Ballack als "Regisseur Flasche leer" und das Innenverteidiger-Duo Christoph Metzelder und Per Mertesacker als "Emmentaler-Verteidigung".

Zusammengestellt von sid



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