Interview in England Ballack attestiert Englands Nationalmannschaft Angst

In einem großen Interview mit der englischen Tageszeitung "Daily Mail" hat Michael Ballack über seine Karriere gesprochen. Dabei blickte er auf das schwierige Verhältnis mit José Mourinho und das Versagen der englischen Nationalmannschaft zurück.

Leverkusen-Star Ballack: "Die Hauptsache ist, dass ich mich gut fühle"
dapd

Leverkusen-Star Ballack: "Die Hauptsache ist, dass ich mich gut fühle"


Hamburg - Mit Bayer Leverkusen trifft Michael Ballack am 13. September auf seinen früheren Club FC Chelsea. Mit der englischen Tageszeitung "Daily Mail" sprach der 34-Jährige nun ausführlich über seine Jahre in der Bundesliga und der Premier League sowie über sein Karriereende.

"Ich hatte nie eine Chance, mich offiziell zu verabschieden. Es wird ein guter Moment für mich sein, einen neuen und vielleicht letzten Kontakt mit diesen Fans zu haben", so Ballack über die Partie in London.

Für den Leverkusener sind Gesundheit und Spaß am Fußball die Hauptargumente, noch weiterzuspielen. "Es geht mir überhaupt nicht ums Geld", so der 98fache Nationalspieler. "Die Hauptsache für mich ist, dass ich mich gut fühle und Spaß habe. Ich will mich nicht jeden Morgen ärgern, weil ich mit Schmerzen aufstehe." In seinem Alter müsse er aber von Jahr zu Jahr denken, fügte Ballack hinzu.

Der schillerndste Trainer in Ballacks Karriere war aber zweifelsohne José Mourinho bei Chelsea, heute Coach von Real Madrid. "Nach meinem Einstellungsgespräch mit ihm hatte ich das Gefühl, dass er einen außergewöhnlichen Einfluss auf Menschen hat. Das gefiel mir und ich habe zu ihm aufgesehen." Das Verhältnis sei jedoch nach einer Verletzungspause nicht das beste gewesen. Mourinho habe nie etwas gesagt, aber er habe es gefühlt, so Ballack.

"Keinen großen internationalen Titel zu gewinnen, ist auch ein Teil"

Der englischen Nationalmannschaft attestierte Ballack "ein kleines bisschen Angst". "2002 und 2006 waren wir (Deutschland, Anm. d. R.) auf dem Papier nicht besser als England." Je weiter man im Turnier komme, desto mehr müsse man aber als Person wachsen. "Dann muss man zeigen, dass man stärker ist. Selbst wenn es nicht der Fall ist." In diesen Momenten hätten die Engländer nicht zu 100 Prozent ihr Können gezeigt. "Man konnte es sehen, wenn sie den Kopf hängen ließen, wenn man ihnen in die Augen geguckt hat. Es waren nur diese Kleinigkeiten."

Ballack blickte in dem Gespräch auch auf seine bisherige Laufbahn zurück. "Ich hatte eine großartige Karriere. Aber keinen großen internationalen Titel zu gewinnen, ist auch ein Teil davon", sagte er. Die Enttäuschungen mit Chelsea in der Champions League und dem verlorenen Endspiel 2008 relativierte der 34-Jährige: "Aber hinterher realisiert man, wie schwer es ist, es überhaupt das Finale zu erreichen."

max/dapd



insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Grosskotz 05.09.2011
1. Engländer und Angst, Quatsch
Die haben nur ein schlechtes Gewissen, weil der Ball 1964 nicht drin war und deshalb gewußt haben, für den unrechtmäßig errungenen WM-Titel Buße tun zu müssen. KÖnnte man meinen. Es könnte aber auch schlicht eine statistische Häufung von mehreren verlorenenen Spielen hintereinander sein. Eine Verkrampfung endlich einmal siegen zu müssen, konmmt zwischenzeitlich vielleicht auch noch dazu. Am Schlluß läuft gar nichts mehr und es kommen . Am Schluß waren die Engländer dann 35 Jahre raus, bis endlich wieder einmal ein Spiel gewonnen wird. Im übrigen: die Deutschen tun sich gegen die Italiener ähnlich schwer. Ich kann mich nicht erinnern, wann die Deutsche Nationalmannschaft jemals gegen die italienische gewonnen hätte.
steamo 05.09.2011
2. Grosse Karriere
Sysop: In einem großen Interview mit der englischen Tageszeitung "Daily Mail" hat Michael Ballack über seine Karriere gesprochen. Obwohl es nie für einen großen Titel gereicht hat, hat Ballack eine grosse Karriere hinter sich.
Schlossenteiser 05.09.2011
3. Watt? Überschrift?
Zitat von GrosskotzDie haben nur ein schlechtes Gewissen, weil der Ball 1964 nicht drin war und deshalb gewußt haben, für den unrechtmäßig errungenen WM-Titel Buße tun zu müssen. KÖnnte man meinen. Es könnte aber auch schlicht eine statistische Häufung von mehreren verlorenenen Spielen hintereinander sein. Eine Verkrampfung endlich einmal siegen zu müssen, konmmt zwischenzeitlich vielleicht auch noch dazu. Am Schlluß läuft gar nichts mehr und es kommen . Am Schluß waren die Engländer dann 35 Jahre raus, bis endlich wieder einmal ein Spiel gewonnen wird. Im übrigen: die Deutschen tun sich gegen die Italiener ähnlich schwer. Ich kann mich nicht erinnern, wann die Deutsche Nationalmannschaft jemals gegen die italienische gewonnen hätte.
1966 Zuletzt in einem Freundschaftsspiel am 21.06.1995 in Zürich. 2:0 durch Tore von Helmer und Maldini, letzteres ein Eigentor. http://www.fussballdaten.de/freundschaftsspiele/1995/deutschland-italien/ Die Bilanz ist insgesamt aber übel. Aus deutscher Sicht 7S-9U-14N
hfftl 05.09.2011
4. .
Zitat von GrosskotzDie haben nur ein schlechtes Gewissen, weil der Ball 1964 nicht drin war und deshalb gewußt haben, für den unrechtmäßig errungenen WM-Titel Buße tun zu müssen. KÖnnte man meinen. Es könnte aber auch schlicht eine statistische Häufung von mehreren verlorenenen Spielen hintereinander sein. Eine Verkrampfung endlich einmal siegen zu müssen, konmmt zwischenzeitlich vielleicht auch noch dazu. Am Schlluß läuft gar nichts mehr und es kommen . Am Schluß waren die Engländer dann 35 Jahre raus, bis endlich wieder einmal ein Spiel gewonnen wird. Im übrigen: die Deutschen tun sich gegen die Italiener ähnlich schwer. Ich kann mich nicht erinnern, wann die Deutsche Nationalmannschaft jemals gegen die italienische gewonnen hätte.
Nur in Freundschaftsspielen, bei Turnieren noch nie - 6 Spiele, 3 Unentschieden, kein Sieg. Allerdings war es fast immer sehr eng - es gab nur eine Niederlage innerhalb von 90 Minuten (1982).
ManfredoRSA 05.09.2011
5. Hatte nie eine Chance ....Offiziell Verabschieden
Jetzt das schon wieder! Hat er sich in GB /Chelsea auch nicht "offiziell verabschieden" koennen? Gibt ihm einen engl. Koenigshaus-Orden (den kriegt sowieso jeder, sogar Beckham) und das Bundesverdienstkreuz (auch da gibt es genuegend Traeger, die das Tragen absolut nicht verdient haben!)- dann haben wir endlich Ruhe (!) vor dieser Heulsuse. Man kann's ja nicht mehr hoeren! Er sollte vielleicht auch eine lahme (!) Biographie schreiben - die wird dann sicher noch dicker, weil ihm hat's keiner recht gemacht. Als wenn wir nicht schon genug Tiefflieger in der deutschen 'Promi' Szene haetten ! Give me a Break!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.