Interview mit Stefan Effenberg "Meine Sehnsucht nach Fußball ist groß"

Das erste Spiel im Trikot seines neuen Vereins VfL Wolfsburg hat er verloren. Doch mit seiner eigenen Leistung war Stefan Effenberg einigermaßen zufrieden.


0:1 mit Ihrem neuen Club verloren, und dennoch sehen Sie einigermaßen zufrieden aus?

Effenberg: Es hat einfach Spaß gemacht. Ich freue mich schon auf die nächsten Spiele. Meine Sehnsucht nach Fußball ist nach wie vor groß.

Was hätte denn den Grad Ihrer Zufriedenheit steigern können?

Effenberg: Das 0:1 so kurz vor der Pause war ein bitteres Gegentor. Ich wäre richtig zufrieden gewesen, wenn wir hier in Bielefeld etwas geholt hätten.

Wie beurteilen Sie Ihre eigene Leistung?

Effenberg: Es sah gar nicht so schlecht aus. Ich bin auch weite Wege gegangen. Jetzt fehlen eigentlich nur noch zwei, drei Wochen für den Feinschliff. Im Training halte ich mit den Jungs jetzt schon eine Woche mit.

Unmittelbar nach dem Abpfiff waren Sie richtig sauer auf den Schiedsrichter.

Effenberg: Klar. Das 1:1 durch Diego Klimowicz war nie im Leben Abseits. Wir hatten viele Chancen, wurden aber nicht belohnt. Aber eigentlich wurden wir dann doch belohnt. Der Linienrichter hatte freie Sicht. Seine Entscheidung ist für mich unverständlich.

Trotzdem wirken Sie jetzt auch erleichtert. Stimmt diese Einschätzung?

Effenberg: Es macht mir wirklich einfach unheimlich Spaß. Ich lache viel, und das war zuletzt in München nicht mehr der Fall.

Aufgezeichnet von Dietmar Fuchs, dpa




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