Istanbul-Krawalle Haftbefehle gegen vier Türken erlassen

Vier türkische Staatsbürger werden des Mordes an den beiden Anhängern von Leeds United vergangene Woche verdächtigt. Aus Angst vor Racheakten britischer Fans beim Rückspiel hat Galatasaray Istanbul unterdessen eine Anfrage bei der Uefa gestartet.


Istanbul - Nach dem Tod von zwei britischen Fußball-Fans ist am Montag in Istanbul Haftbefehl gegen vier Verdächtige erlassen worden. Wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, sind 14 Männer dagegen wieder auf freiem Fuß. Nähere Angaben wurden nicht gemacht. Bei Auseinandersetzungen zwischen türkischen und britischen Fußball-Fans waren in der vergangenen Woche in Istanbul vor dem Uefa-Cup-Halbfinale Galatasaray gegen Leeds United zwei Briten erstochen worden.

Galatasaray forderte indes in einem Brief an die Uefa, das Rückspiel am 20. April gegen Leeds United auf neutralem Boden auszutragen. Das berichtete der private türkische Fernsehsender NTV. Der englische Club hatte bereits mitgeteilt, dass die Sicherheit der türkischen Fans nicht garantiert werden könne. Galatasaray merkte an, dass zahlreiche türkische Fans aus europäischen Ländern anreisen würden.



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