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Italienische Nationalmannschaft: Das klingt nach Beton

Foto: Marcus Brandt / dpa

Gruppe E - Italien Diesmal fehlen die Deutschland-Schrecks

Vor vier Jahren schaffte es Italiens Nationalmannschaft bis ins EM-Finale - das wäre diesmal eine große Überraschung: Mehrere Schlüsselspieler sind angeschlagen oder fallen ganz aus.

Pässe von Andrea Pirlo, Tore von Mario Balotelli - nicht nur die deutsche Mannschaft fand vor vier Jahren beim Turnier in Polen und der Ukraine kein Mittel gegen den Strategen und den Vollstrecker der Italiener, beide wurden in die Mannschaft des Turniers gewählt.

Was den gegnerischen Abwehrspielern nicht gelang, hat nun die fortgeschrittene Zeit erledigt: Pirlo und Balotelli werden bei dieser EM keine Gefahr mehr darstellen, sie sind nicht dabei. Pirlo, 37, ist inzwischen in Altersteilzeit in den USA, Balotelli spielte seit dem Turnier 2012 für Manchester City, den AC Mailand, den FC Liverpool, noch mal Mailand, schoss dabei aber immer weniger Tore und fiel bei allen Klubs in Ungnade. Jüngstes Gerücht: Ein Transfer zum Serie-A-Aufsteiger FC Crotone.

Die Besten im Mittelfeld fehlen

Auch der Nationaltrainer ist ein anderer als 2012: Antonio Conte trat die Nachfolge von Cesare Prandelli an, der nach dem WM-Aus in Brasilien zurückgetreten war. Sein erstes großes Turnier wird für Conte auch das letzte sein, er wird nach der EM Trainer beim FC Chelsea. Nun erwartet den ehemaligen Juventus-Spieler und Meister-Coach erst mal eine große Herausforderung: Mit Riccardo Montolivo, Claudio Marchisio und vor allem Marco Verratti fallen im Mittelfeld die drei besten Spieler aus, ein weiterer Leistungsträger ist angeschlagen: Thiago Motta von Paris Saint-Germain.

Was Italien derzeit außerdem fehlt, ist ein Weltklasse-Stürmer. Bester italienischer Angreifer in der Serie A war Leonardo Pavoletti von Genua mit 14 Toren, doch der 27-Jährige hat noch kein Länderspiel absolviert und schaffte es auch nicht in Contes Kader. Der Trainer setzt lieber auf Éder von Inter Mailand, Stephan El Shaarawy (AS Rom) und Lorenzo Insigne aus Neapel. Auch der bei Dortmund gescheiterte Ciro Immobile ist dabei.

Fast schon traditionell liegen die Stärken der italienischen Mannschaft bei dieser EM in der Defensive. Hier sind die Routiniers wieder am Start, allen voran Contes Abwehrreihe aus Turiner Zeiten: Andrea Barzagli, Leonardo Bonucci, Giorgio Chiellini. Und im Tor steht, wie sollte es anders sein, Gianluigi Buffon. Er ist 38 Jahre alt.

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