Ausschreitungen in Rom Italien fordert europaweite Stadionsperre für Hooligans

Die Feyenoord-Anhänger, die sich in Rom wilde Straßenschlachten lieferten, sollen nie mehr in ein europäisches Fußballstadion dürfen. Das ist der Plan der italienischen Regierung.

Krawalle in Rom: Schlägerei an der Spanischen Treppe
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Krawalle in Rom: Schlägerei an der Spanischen Treppe


Hamburg - Wenn es nach der italienischen Regierung geht, sollen die Verantwortlichen der gewalttätigen Krawalle rund um das Europa-League-Spiel zwischen AS Rom und Feyenoord Rotterdam (1:1) nie wieder ein europäisches Stadion betreten. Italiens Innenminister Angelino Alfano möchte in Brüssel einen entsprechenden Vorschlag einreichen, berichten italienische Medien.

Feyenoord-Hooligans hatten am Mittwoch und Donnerstag vor und während der Partie in Rom randaliert, 13 italienische Polizisten und fünf Niederländer wurden verletzt. 19 Niederländer wurden wegen Verletzung von Sicherheitskräften, Verwüstungen und Widerstandes gegen die Polizei im Schnellverfahren zu Haftstrafen bis zu 16 Monaten und zu Geldstrafen bis zu 45.000 Euro verurteilt, 28 Menschen wurden festgenommen.

Am Samstag gab es sechs weitere Festnahmen: Drei Niederländer hatten einen Müllcontainer umgekippt und einige Straßensignale demoliert, drei andere im Stadtzentrum Autos zerbeult.

Bei den Ausschreitungen war auch ein historischer Brunnen an der Spanischen Treppe beschädigt worden. Da die Krawalle aber außerhalb des Stadions stattfanden, muss Feyenoord keine Strafe durch den europäischen Fußballverband Uefa fürchten.

psk/sid



insgesamt 12 Beiträge
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sumfuiesse 21.02.2015
1. Hooligans
Hooligans sind keine Fußballfans, sie interessiert der Sport kaum, sie wollen nur randalieren und provozieren. So etwas braucht man in unserer Gesellschaft nicht, also sollte man sie nicht nur aus den Stadien verbannen, zumal sehr oft ein rechtes Gedankengut vorliegt. Wichtig bleibt aber, dass man zwischen Ultras und Hooligans stark differenziert, denn ohne Ultras gäbe es deutlich weniger Stimmung und auch kaum noch Choreographien.
schulz.d 21.02.2015
2. Kann nur gehofft werden,
dass diese Störelemente des Fussballs auch anteilig für sämtliche Schäden haftbar gemacht werden. Dann bleibt kein Geld mehr übrig für Reisen ins Ausland. Die Staaten sollten schlicht die Einreise für solche 'Fans' verbieten.
TheBear 21.02.2015
3. Dummheit der Regierung unfassbar
Mir ist es ein völliges Rätsel, warum man den "Hooligans" diese Privilegien verschaffen will. Ich kann mir das nur aus der unfassbaren Dummheit der Regierung(en) erklaären. Diese Gestalten haben strafbare Handlungen begangen, sollen aber nicht nach dem Gesetz bestraft werden? Stadionverbot ist doch keine Strafe. Gefängnis, Geldstrafen und/oder Sozialstunden wären sicherlich angebrachter. Dabei ganz wichtig: Bei Wiederholung die Strafe jeweils verdoppeln.
KJB 21.02.2015
4. Verantwortung
Herrlich fand ich die Reaktion der Uefa: "Was ausserhalb des Stadions passiert geht uns nichts an und dafür sind wir nicht verantwortlich." Im Stadion war alles friedlich so wie die Uefa das will. Absolut lächerlich. Es wird seitens der Uefa viel zu wenig gegen diese Leute getan. Geldstrafen gegen die Klubs treffen mitnichten die Hools, die zahlen für ihren Stehplatz in der Kurve, sofern sie ins stadion überhaupt reinkommen, nur n appel und n ei.
JuJo0209 21.02.2015
5. @kjb
Aber genau so argumentieren NRW-INNENMINISTER Jäger und viele, viele Leute, die ein Problem mit den Polizeieinsätzen im Stadion haben und argumentieren, für die Sicherheit in Stadion sei der Veranstalter verantwortlich. Und dann, daher liegt die UEFA hier goldrichtig, hat die Sicherheit außerhalb des Stadions nichts mit dem Fußball zu tun. Ist nicht meine Meinung, sondern nur die Gedanken der "Polizei-raus-aus-dem-Stadion" Fraktion konsequent zuende gedacht. Und ein Stadionverbot als Strafe wäre einfach nur lächerlich.
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