Serie A Fußballverband verbietet Spieler-Sharing

Der italienische Fußballverband hat die Abschaffung des Teilhabe-Modells an Spielern beschlossen. Die Kicker können in Zukunft nur noch einem Klub gehören. Ein solcher Fall ist der Dortmunder Wunschspieler Ciro Immobile.
Stürmer Immobile: Gehört zu je 50 Prozent dem FC Turin und Juventus

Stürmer Immobile: Gehört zu je 50 Prozent dem FC Turin und Juventus

Foto: Andrea Di Marco/ dpa

Hamburg - Stürmerstar Robert Lewandowski verlässt Borussia Dortmund zur kommenden Saison zum FC Bayern München. Den Nachfolger hat der BVB offenbar in dem italienischen Nationalspieler Ciro Immobile gefunden, mit dem der Klub sich bereits auf eine Zusammenarbeit einigte. Der Transfer scheiterte bisher allerdings an den zu hohen Ablöseforderung des FC Turin. Immobile gehört zu jeweils 50 Prozent dem FC Turin und Juventus Turin. Beide Klubs wollen an der Ablöse mitverdienen. In der nächsten Saison wird es das nicht mehr geben.

Teilhabeklauseln sind in Italien weit verbreitet. Die Spieler gehören zu jeweils einer Hälfte zwei verschiedenen Klubs. Der Ligaverband hat dieses Modell nun verboten, bereits feststehende Teilhabeklauseln bleiben allerdings weiterhin bestehen.

Ursprünglich wurde dieses Modell eingeführt, um italienische Talente zu fördern. In Italien gibt es üblicherweise keine zweiten Mannschaften, die meisten Jugendspieler werden deshalb an unterklassige Klubs verliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Dort wurden die Spieler aber nicht immer eingesetzt.

Das 50:50-Besitzverhältnis sollte ein Anreiz für diese Klubs sein, die Spieler häufiger einzusetzen, weil sie dadurch an einem Weiterkauf der Talente teilhaben.

"Schon mehrfach wurde ein Verbot der Klauseln diskutiert, da sie sehr untypisch im Vergleich zum Rest von Europa sind", sagte der Präsident des Ligaverbandes Giancarlo Abate zur Entscheidung.

zaf/rtr

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