+++ Fußball-Transferticker +++ Dortmund stellt Manchester United offenbar Ultimatum - und würde Sanchos Gehalt erhöhen

Manchester United soll an Jadon Sancho interessiert sein, bis Montag will der BVB nun ein offizielles Angebot haben. Leverkusen hält an Kai Havertz fest, Rudi Völler sagt: "Für so einen Künstler gibt es keinen Covid-Rabatt."
Jadon Sancho: Bleibt er in Dortmund, soll offenbar sein Gehalt erhöht werden

Jadon Sancho: Bleibt er in Dortmund, soll offenbar sein Gehalt erhöht werden

Foto: FRIEDEMANN VOGEL/EPA-EFE/REX

+++ GERÜCHTE +++

Borussia Dortmund würde Gehalt von Jadon Sancho wohl erhöhen

Manchester United hat Interesse an einer Verpflichtung von Borussia Dortmunds Jadon Sancho. Das ist schon länger bekannt, doch nun bahnt sich offenbar eine Entscheidung an. Die "Bild"  berichtete, Dortmund habe United ein Ultimatum gesetzt. Demnach müssten die Engländer bis Montag das geforderte Angebot von 120 Millionen Euro abgeben. Geschieht dies nicht, bliebe Sancho definitiv in Dortmund, so der Bericht. In dem Fall würde Dortmund das Gehalt des 20-Jährigen angeblich von sechs auf zehn Millionen Euro erhöhen. Damit soll demnach sichergestellt werden, dass Sancho bei einem Verbleib weiter zufrieden ist in Dortmund.

Vor wenigen Tagen noch hatte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke der "Süddeutschen Zeitung"  erklärt, es habe "nie ein Angebot für Jadon gegeben". Sollte es doch ein Angebot geben, müsse dieses bei 120 Millionen Euro liegen. Sportdirektor Michael Zorc sagte: "Ich gehe davon aus, dass Jadon am Montag mit ins Trainingslager fährt und die kommende Saison bei uns spielt."

Kein "Covid-Rabatt" für Havertz

Leverkusens Kai Havertz wird von großen Klubs in Europa umworben. "Wir wissen vom Interesse einiger Teams, vor allem von Chelsea", sagte Leverkusens Geschäftsführer Rudi Völler und bestätigte damit die Avancen der Engländer. "Aber für uns ist die Sache einigermaßen einfach. Er hat noch zwei Jahre Vertrag. Wenn jemand unsere Konditionen akzeptiert, ist das okay, sonst bleibt er noch ein Jahr und wir sind glücklich. Es wird nicht einfach, aber für so einen Künstler gibt es keinen Covid-Rabatt."

Rudi Völler über Kai Havertz: "Für so einen Künstler gibt es keinen Covid-Rabatt."

Rudi Völler über Kai Havertz: "Für so einen Künstler gibt es keinen Covid-Rabatt."

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Martin Meissner/POOL/EPA-EFE/Shutterstock

Der 21 Jahre alte Havertz spielt seit der Jugend in Leverkusen, sein Kontrakt in Leverkusen läuft 2022 aus. In der vergangenen Bundesliga-Saison kam er auf zwölf Tore in 30 Spielen. Aktuell ist er mit Bayer noch in der Europa League vertreten. Im Viertelfinale trifft das Team am Montag auf Inter Mailand. Auf die Frage, ob Havertz bis dahin schon verkauft sein könnte und dementsprechend fehlen wird, antwortete Völler: "Natürlich spielt er, das will er selbst ja auch. Ich bin da ein bisschen altmodisch: Für mich ist eine Saison erst dann vorbei, wenn alle Spiel absolviert sind. Vorher geht niemand weg."

Werder Bremen will United-Talent

Tahith Chong ist 20 Jahre alt, Außenstürmer von Manchester United - und will offenbar nach Deutschland wechseln. "Er will in die Bundesliga und gerne nach Bremen", sagte sein Berater der "Bild" . Sportchef Frank Baumann bestätigte nun, dass Werder Bremen in Verhandlungen steckt. "Es ist so, dass wir Gespräche führen, gute Gespräche", sagte Baumann. "Für uns ist das ein sehr interessanter Spieler, ein Typ, den wir auf der Flügelposition gebrauchen können." In den Gesprächen geht es wohl um ein Leihgeschäft, nicht um eine feste Verpflichtung.

Chong stammt aus den Niederlanden, spielt aber seit der U18 für Manchester United. In der angebrochenen U23-Saison kam er auf fünf Tore in sechs Spielen. Aber auch für die Profis hat Chong schon gespielt. Bislang kommt er auf fünf Spiele in der Premier League sowie insgesamt sieben Einsätze in der Europa League und Champions League. Ein Tor für die Profis hat er noch nicht geschossen. Chongs Vertrag bei United läuft bis 2022.

Copa-América-Torschützenkönig wechselt wohl zu Benfica

Everton, Torschützenkönig der Copa América 2019, verlässt Grêmio Porto Alegre und wechselt offenbar zu Benfica nach Lissabon. Das berichteten brasilianische und portugiesische Medien am Freitag. Am Mittwoch hatte sich Everton schon von Grêmio verabschiedet. Der 24-Jährige folgt wohl dem Ruf des ehemaligen Flamengo-Trainers Jorge Jesus, der vor Kurzem nach nur 13 Monaten in Rio de Janeiro nach Portugal zurückgegangen war. Bei der Copa América in Brasilien im vergangenen Jahr war Everton mit drei Treffern Torschützenkönig geworden.

+++ ABSCHIED FIX +++

Köln stellt Risse und Sobiech frei

Der 1. FC Köln und Marcel Risse gehen in Zukunft wohl getrennte Wege. Der Verein hat den Mittelfeldspieler, der seit 2003 im Verein ist und jahrelang Stammspieler war, freigestellt. Am Samstag beim ersten Mannschaftstraining der Kölner war der 30-Jährige schon nicht mehr dabei. Er sei freigestellt worden, um mit anderen Vereinen Gesprächen über seine Zukunft führen zu können, bestätigte eine Klub-Sprecherin. Risses Vertrag in Köln läuft noch bis 2022.

Auch Lasse Sobiech, der zuletzt an den belgischen Erstligisten Royal Excel Mouscron verliehen worden war, wurde am Samstag freigestellt und kann sich ebenfalls einen neuen Verein suchen. Zuvor hatten die Kölner zum Trainingsauftakt am vergangenen Mittwoch bereits Vincent Koziello, Louis Schaub und Tomas Ostrak freigestellt. Auch dieses Trio, das zuletzt verliehen worden war, kann Verhandlungen mit anderen Clubs führen.

ptz/dpa
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