Jahn Regensburg Ingo Peter wirft das Handtuch

Das Trainerkarussell dreht sich weiter kräftig. Nach Stefan Kuntz und Eugen Hach ist mit Ingo Peter der dritte Zweitliga-Coach in kurzer Zeit seinen Job los. Der Trainer von Aufsteiger Jahn Regensburg ging allerdings freiwillig.


Ingo Peter: "Der Druck wurde zu groß für ihn"
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Ingo Peter: "Der Druck wurde zu groß für ihn"

Regensburg - "Ich will mich nicht quälen", sagte Peter am Montag, "jetzt ist noch der Zeitpunkt, an dem ich erhobenen Hauptes gehen kann." Der 52-Jährige war nach dem Aufstieg des Jahn-Teams als Nachfolger von Günter Sebert engagiert worden.

Der Generalbevollmächtigte der Regensburger Fußball-Abteilung, Heinz Groenewold, zeigte sich von Peters Demission nach nur 140 Tagen im Amt nicht überrascht. "Erfreut bin ich nicht, aber es hat sich abgezeichnet. Der Druck wurde zu groß für ihn", sagte Groenewold.

Offenbar war Peter mit seinem Rücktritt aber auch einer möglichen Entlassung zuvorgekommen. "Er hat Konflikte mit gestandenen Spielern gehabt und in der Mannschaft nicht mehr viele Freunde", so Groenewold. Gerade die Unstimmigkeiten mit Routinier Karsten Hutwelker waren öffentlich diskutiert worden.

"Was Herr Groenewold sagt, interessiert mich nicht"

Auch die heftigen Differenzen zwischen dem Funktionär und Peter ("Was Herr Groenewold sagt, interessiert mich nicht") waren über die Medien ausgetragen worden. Nach zwölf Spieltagen rangiert Jahn Regensburg mit 13 Punkten auf Tabellenplatz 14. Den Club trennt derzeit nur ein Zähler vom Abstieg.

Mit Peter räumte in der zweiten Fußball-Bundesliga bereits der dritte Trainer innerhalb von zwölf Tagen seinen Stuhl. Am vergangenen Freitag war Ex-Europameister Stefan Kuntz beim LR Ahlen entlassen worden. Anfang November hatte sich die SpVgg Greuther Fürth von Eugen Hach getrennt.



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