VfB Stuttgart Reschke soll auf Schindelmeiser folgen

Bundesligist VfB Stuttgart hat die Zusammenarbeit mit Sportvorstand Jan Schindelmeiser beendet. Ein Nachfolger steht nach Medienberichten bereits fest: Der Kaderplaner des FC Bayern soll kommen.

Rudi Völler (l.), Michael Reschke (r.)
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Rudi Völler (l.), Michael Reschke (r.)


Jan Schindelmeiser ist nicht mehr Sportvorstand des Bundesligisten VfB Stuttgart. Wie der Verein mitteilte, habe sich der Aufsichtsrat nach "intensiven Gesprächen" entschieden, die Zusammenarbeit mit Schindelmeiser zum 30. September zu beenden. Schindelmeister sei seit Freitag von seinen Aufgaben entbunden. Sein Nachfolger soll nach Informationen der "Bild"-Zeitung und der "Stuttgarter Nachrichten" der Kaderplaner des FC Bayern, Michael Reschke, werden.

Der VfB wollte sich zu der Personalie nicht äußern. Der FC Bayern, der seit Montag in Hasan Salihamidzic wieder einen Sportdirektor hat, gab ebenfalls keine Stellungnahme ab. Reschke war zum 1. Juli 2014 von Bayer Leverkusen nach München gewechselt. Bei der Werkself war er als Assistent von Sportdirektor Rudi Völler und Scouting-Chef aktiv. Reschke ist ein Experte auf dem internationalen Transfermarkt und hervorragender Verhandler.

Die Trennung von Schindelmeiser hatte der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Dietrich in einer Vereinsmitteilung damit begründet, der Verein sei nicht mehr davon überzeugt, seine sportlichen Ziele in der aktuellen Konstellation zu erreichen. "Letztlich steht der VfB Stuttgart über allem, und es ist unsere absolute Pflicht, Entscheidungen ausschließlich im Sinne des Vereins und im Sinne einer positiven Entwicklung zu treffen."

Jan Schindelmeiser
DPA

Jan Schindelmeiser

Aus arbeitsrechtlichen Gründen gehen die Verantwortlichen des VfB nicht weiter ins Detail. An der sportlichen Bilanz dürfte es jedoch nicht gelegen haben, Schindelmeiser führte den Klub gemeinsam mit Trainer Hannes Wolf nach einem Jahr in der zweiten Liga zurück in die Bundesliga und machte auch auf dem Transfermarkt vieles richtig. Zuletzt gab es jedoch Gerüchte über atmosphärische Störungen in der Führungsriege, Schindelmeiser soll den Vorstand mit Alleingängen verärgert haben.

Ein weiterer Kritikpunkt: die Kaderplanung für die kommende Saison. Obwohl bereits mehr als 16 Millionen Euro ausgegeben wurden, gilt nur Torwart Ron-Robert Zieler als routinierte Verstärkung. Ansonsten wurden vor allem Talente verpflichtet, denen Bundesliga-Erfahrung abgeht.

Schindelmeiser war seit Sommer 2016 Sportvorstand beim VfB Stuttgart. Zuvor war er als Geschäftsführer und Sportlicher Leiter unter anderem in Hoffenheim und Augsburg tätig.

ehh/krä/dpa



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sapiens-1 04.08.2017
1. Chaoten bleiben Choaten...
Typisch VfB, kaum läufts mal etwas seriöser, ein Plan ist erkennbar und es wird nicht mit dem Geld herumgeaast, schon wird der "Verantwortliche" rausgeworfen. Ohne Not, zum Schlimmsten Zeitpunkt! Die ändern sich nimmer, einmal Morbus Cannstatt, immer Kopfschütteln!
zweitakterle 04.08.2017
2. Es wäre ja auch gelacht,
wenn aus diesem Kleintierzüchterverein ein ernst zu nehmender Fussballverein geworden wäre...... Solange so Wichtigtuer wie z.B. Buchwald im Hintergrund die Fäden ziehen, solange herrscht das Chaos. Schindelmeiser war bestimmten Gruppen wohl deshalb ein Dorn im Auge, weil er diese Vielschwätzerei erkannt hat, und und deswegen immer einsamer sein klares Konzept durchziehen wollte. "Eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit" wurde ihm deswegen attestiert.... Guido probier`s mal wieder, nachdem Du schon die Aachener....die Karlsruher....die Kickers Richtung Abgrund schicktest! Ich werde mir nach Jahren der Mitgliedschaft diesen Klepperlesverein nie mehr antun.
genaumeinding 04.08.2017
3. Irgendwann erwischt es auch die richtigen
Der charakterlose Umgang mit Grosskreutz hat gezeigt West Geistes Kind er ist.
zweitakterle 04.08.2017
4. wenn es endlich mal die Richtigen erwischen sollte......
Zitat von genaumeindingDer charakterlose Umgang mit Grosskreutz hat gezeigt West Geistes Kind er ist.
wäre dieser Club komplett führungslos .... Ebenso wäre großes Aufräumen in der Lokalpresse angesagt : Wo früher ein Herr Näher seine Maulwürfe gefüttert hatte, und systematisch den Trapattoni übelst wegschrieb, sitzt jetzt wohl Herr Barner auf dessen Intrigantenstuhl mit der Eingebung, Herrn Schindelmeisers Abgang gutschreiben zu müssen..... Mit keinem Wort ist in der STN bis jetzt darauf eingegangen worden, mit welchen Intriganten Herr Schindelmeiser zu kämpfen hatte.
hjanko 04.08.2017
5. Wenn man keine Hintergründe kennt...
Zitat von genaumeindingDer charakterlose Umgang mit Grosskreutz hat gezeigt West Geistes Kind er ist.
... sollte man vorsichtig sein. Zum Thema Und genau weil er auf diese 'erfahrenen' Spieler verzichtet hat, war ich von ihm überzeugt. Ich habe jetzt auch einige Male beim Training ( im Trainingslager) zugeschaut - und wissen sie was genau diese 'erfahrenen' Spieler kamen mit dem Tempo der anderen jungen unerfahrenen Neuzugänge nicht mit und waren/sind der Hemmschuh im Spiel. Da sind einige der alteingesessen Nichtsblicker bzw. Spielervermittler von Infos und Gels abgeschnitten gewesen und vermutlich zu irgendwelchen Daimlervorständen, wes Geistes Kind die sind haben ja die letzten wochen deutlich gezeigt, gerannt und haben gejammert: 'Der Verien braucht erfahrene, gestandene Spieler....' und haben ein offenes Ohr gefunden. Die erfahrenen/gestandenen Spieler die uns weiter bringen bekommen wir eh nicht bezahlt und andere brauchen wir nicht. Und Badstuber? Mal sehen ob der nur zum abzocken gekommen ist!
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