WM-Held von 1966 Englische Fußball-Legende Jimmy Greaves ist tot

Jimmy Greaves zählte zu den besten Stürmern der Fußball-Geschichte, niemand schoss mehr Tore in England. Später thematisierte er offen seine Alkoholabhängigkeit. Nun ist er im Alter von 81 Jahren gestorben.
Jimmy Greaves (Archivbild)

Jimmy Greaves (Archivbild)

Foto: David Ashdown / Getty Images

Für Tottenham Hotspur schoss er in den Sechzigerjahren mehr als 200 Tore, auch beim FC Chelsea sorgte er für Rekorde, 1966 wurde er auf seinem sportlichen Höhepunkt Weltmeister: Jimmy Greaves zählte einst zu den besten Angreifern der Welt. Nun, im Alter von 81 Jahren, ist der Engländer verstorben.

»Greavsie«, wie er von seinen Fans genannt wurde, sei am frühen Sonntagmorgen friedlich eingeschlafen, wie die Spurs in einem offiziellen Statement mitteilten. Der Klub zeigte sich »extrem betrübt« über den Tod seines Rekordtorjägers.

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Greaves zählte vor rund 60 Jahren zu den besten Stürmern der Welt. In mehr als 600 Partien für Tottenham, Chelsea und West Ham United schoss er mehr als 400 Tore. Im WM-Finale 1966 zwischen Deutschland und England fehlte er verletzt, den Titel gewann er trotzdem. Für die Three Lions traf er in 57 Spielen 44 Mal. Erst 1980 beendete er seine Karriere.

Viele Höhen und Tiefen

Neben dem WM-Titel gewann er auf Vereinsebene mit Tottenham 1963 den Europapokal der Pokalsieger (im Finale gegen Atlético traf Greaves zweimal) und 1962 und 1967 den FA Cup. Zwischen 1959 und 1969 wurde er sechsmal Torschützenkönig.

Mit 357 Treffern in der damaligen First Division ist Greaves der erfolgreichste Stürmer der britischen Fußball-Geschichte. Hinter ihm liegen Alan Shearer (283 Tore) und Nat Lofthouse (253 Tore).

Greaves erlebte nicht nur Höhen - auch zahlreiche Tiefen prägten seine Laufbahn.

Jimmy Greaves (rechts) erzielte 220 Tore im Trikot der Spurs

Jimmy Greaves (rechts) erzielte 220 Tore im Trikot der Spurs

Foto: PA / imago images/PA Images

»Ich bin Jimmy Greaves. Ich bin ein Profifußballer. Ich bin Alkoholiker.« So begann seine erste Biografie »Greavsie«, die 1978 erschien. »Die Siebzigerjahre habe ich komplett verloren«, sagte er einmal, von 1972 bis 1977 sei er eigenen Angaben zufolge »durchgehend« betrunken gewesen.

Ende der Siebzigerjahre besiegte er seine Sucht und wurde anschließend ein populärer TV-Moderator. Nebenbei arbeitete er als Fernsehkritiker und schrieb eine Kolumne für die britische Boulevardzeitung »The Sun«.

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Bereits 2015 hatten sich Fans um Greaves' Zustand gesorgt. Wegen eines schweren Schlaganfalls hatte er zwischenzeitlich auf einer Intensivstation gelegen. Greaves saß bis zuletzt in einem Rollstuhl.

bam
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