Joachim Löw Funkstille bis August

Keine Interviews, keine öffentlichen Auftritte - stattdessen Sammeln, Reflektieren, Analysieren: Bundestrainer Joachim Löw will sich einem Medienbericht zufolge zurückziehen und bis August schweigen.
Joachim Löw

Joachim Löw

Foto: DANIEL ROLAND/ AFP

"Ich mache weiter" - das war inhaltlich so ziemlich alles, was abseits aktueller sportlicher Einschätzungen seit dem historischen Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft von Joachim Löw zu hören war. "Ich möchte nun auch mit ganzem Einsatz den Neuaufbau gestalten. Ich werde gemeinsam mit meinem Team analysieren, Gespräche führen und zum Start der neuen Saison die richtigen Schlüsse ziehen", wurde der Bundestrainer noch in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zitiert. Dann war er weg. DFB-Manager Oliver Bierhoff war es, der sich ausführlich zu Worte meldete. Auf denkbar unwürdige Art.

Viel wurde seither über Löw gesagt und geschrieben. Zuletzt hatte Jürgen Klinsmann seinen Nachfolger zur Selbstkritik aufgerufen: "Er ist der richtige Mann, wenn er ehrlich genug ist, jedes kleine Detail zu analysieren."

Keine öffentlichen Auftritte

Löw selbst müsse sich erst mal "sammeln", hatte er nach dem 0:2 gegen Südkorea und der Rückkehr aus Russland gesagt. "Tiefgehende Maßnahmen" hatte er angekündigt. In einem Café in seiner Heimatstadt Freiburg war er vor der Bekanntgabe seines Verbleibs noch gesehen worden. Seither: Funkstille. Am 6. September beginnt die Uefa Nations League. Zum Auftakt trifft Deutschland in München auf Frankreich.

Nach Informationen der "Welt am Sonntag" fährt der 58-Jährige von Mitte Juli bis August in den Urlaub. Bis zu seiner Rückkehr möchte er öffentlich nicht auftreten, keine Interviews geben und zunächst für sich reflektieren, was zuletzt alles schiefgelaufen ist, heißt es weiter. Im August steht intern der nächste Termin zur Aufarbeitung an - Stichwort: "saubere Analyse", berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Löw kündigt also an, dass er nichts sagen will - auch eine beliebte Strategie in Zeiten der Krise.

sak
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