Löw über mögliche Rückkehr auf die Trainerbank »Die Lust kommt allmählich zurück«

15 Jahre war er Bundestrainer, seit dem EM-Aus im Sommer ist Joachim Löw ohne Job. Er habe Abstand vom Fußball gebraucht, sagte er bei seiner Verabschiedung. Jetzt fühle er sich wieder motiviert, so der 61-Jährige.
Joachim Löw

Joachim Löw

Foto: Marc Schueler / imago images/Schüler

Kehrt der langjährige Bundestrainer Joachim Löw bald zurück in den Profifußball? Gut möglich. »Das ist durchaus vorstellbar. Nach so langer Zeit brauchte ich ein halbes Jahr oder vielleicht ein Jahr, um Abstand zu gewinnen und mich zu orientieren. Die Lust kommt allmählich zurück und die Motivation«, sagte Löw nun am Rande des WM-Qualifikationsspiels gegen Liechtenstein beim TV-Sender RTL in Wolfsburg, wo er offiziell verabschiedet wurde.

Löw hatte im März dieses Jahres seinen Rücktritt für den Sommer angekündigt. Das Achtelfinal-Aus bei der Fußball-EM mit dem 0:2 in Wembley gegen England war das letzte von 198 Länderspielen unter Löw, ehe sein einstiger Assistent Hansi Flick übernahm. Seit 2006 war Löw Bundestrainer, 2014 gewann er den WM-Titel, 2018 scheiterte er mit der DFB-Auswahl bereits in der Vorrunde der WM in Russland.

»Ich musste einiges verarbeiten«

»Nach so vielen Jahren und so einer langen Reise musste ich natürlich Abstand gewinnen. Ich musste auch einiges verarbeiten. Das letzte Turnier war ja für uns alle ein bisschen enttäuschend. Von daher habe ich eine Weile gebraucht«, sagte Löw und betonte: »Aber jetzt habe ich das Gefühl, dass es mir gut geht und ich mich auf Fußball freue.«

In Wolfsburg wurde Löw für seine Verdienste geehrt. Die 26.000 Fans in der ausverkauften VfL-Arena applaudierten lautstark. Zahlreiche ehemalige Spieler wie Lukas Podolski und Sami Khedira standen Spalier. Neben Löw wurden auch seine langjährigen Assistenten Andreas Köpke und Thomas Schneider, Chefscout Urs Siegenthaler sowie Teamarzt Josef Schmitt verabschiedet.

Das WM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein gewann die DFB-Elf 9:0, es war der sechste Sieg im sechsten Spiel unter Neu-Bundestrainer Flick.

mon/dpa/sid
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