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06. Juli 2015, 09:18 Uhr

Nach WM-Halbfinalaus

Löw verteidigt Neid gegen Kritik

Bundestrainerin Silvia Neid hat einen prominenten Fürsprecher gefunden. Joachim Löw hält die Kritik an seiner Kollegin für "schlechten Stil". Aus der Liga gibt es aber weiter Gegenwind für die Trainerin.

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat seine Amtskollegin Silvia Neid verteidigt und deren Kritiker Vorwürfe gemacht. "Was in der Öffentlichkeit vom einen oder anderen Trainerkollegen gesagt wurde, ist einfach mieser Stil - vor allem die Art und Weise", sagte Löw der "Bild"-Zeitung: "Kritik unter Kollegen sollte man direkt mit den beteiligten Trainern besprechen. So haben wir es beim DFB immer gehalten."

Die Bundesliga-Trainer Ralf Kellermann (VfL Wolfsburg), Colin Bell (1. FFC Frankfurt) und Bernd Schröder (Turbine Potsdam) hatten in den vergangenen Tagen unter anderem mangelnde taktische Flexibiliät bei der Bundestrainern bemängelt. Deutschlands Fußball-Frauen waren bei der WM in Kanada durch ein 0:2 gegen den späteren Weltmeister USA im Halbfinale gescheitert und hatten auch das Spiel um Platz drei gegen England 0:1 nach Verlängerung verloren.

Dass Neid danach zum Gegenschlag ausholte und erklärte, die Spielerinnen seien "in einem katastrophalen Zustand" zu ihr gekommen, empfand wiederum Frankfurts Manager und Liga-Sprecher Siegfried Dietrich als "irritierend".

Vor allem, dass sie die Aussage "erst nach zwei verlorenen Spielen am WM-Ende konstatiert", sagte Dietrich der "Bild"-Zeitung: "Das hat sie vor dem Turnier nicht gesagt. Ganz im Gegenteil. Nach dem Spiel gegen Schweden lobte sie die Mannschaft für ihre sehr gute Verfassung. Deshalb halte ich diese Kritik für sehr undifferenziert. So wirken wir Deutsche jetzt wie schlechte Verlierer."

aha/sid

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