+++ Transferticker +++ Neymar will nach Barcelona, doch Barça winkt (noch) ab

Die Gerüchte um eine Rückkehr von Superstar Neymar zum FC Barcelona reißen nicht ab. Barças Vizepräsident dementierte Bemühungen um einen Transfer, wollte einen Wechsel aber nicht ausschließen.

Neymar will angeblich zurück zum FC Barcelona
Evaristo Sa / AFP

Neymar will angeblich zurück zum FC Barcelona


Gerüchte

Verwirrung um Neymar-Rückkehr

Am Dienstag meldete die katalanische Zeitung "Sport", Superstar Neymar von Paris Saint-Germain habe eine "mündliche Einigung" mit dem FC Barcelona über einen Transfer erzielt. Barças Vizepräsident Jordi Cardoner will davon aber nichts wissen. "Es ist nicht richtig, dass sich Barcelona zur Zeit um die Verpflichtung von Neymar bemüht", sagte er.

Neymar wolle zwar zurück nach Barcelona, das Thema sei derzeit aber "nicht auf dem Tisch". Dennoch schloss Cardoner einen Transfer nicht aus: "Noch kann man nicht sagten, ob das was wird", betonte er. Neymar spielte bereits von 2013 bis 2017 für Barcelona und wechselte anschließend für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro nach Paris. Dort läuft sein Vertrag noch bis 2022.

Atlético will Félix als Griezmann-Ersatz

Das portugiesische Toptalent João Félix steht kurz vor einem Wechsel zu Atlético Madrid. Wie sein bisheriger Klub Benfica bekanntgegeben hat, habe Atlético ein Angebot in Höhe von 126 Millionen Euro für den 19-jährigen Stürmer abgegeben. Der Klub aus Lissabon werde das Angebot prüfen, hieß es weiter, es soll sechs Millionen Euro über der Ausstiegsklausel für Félix liegen.

Die Madrilenen gehörten bisher nicht zu den Gewinnern auf dem Transfermarkt. Mit Diego Godín und Juanfran verlassen zwei erfahrene Abwehrspieler den Klub. Lucas Hernández wechselt zum FC Bayern und es wird allgemein erwartet, dass Antoine Griezmann Atlético in Richtung FC Barcelona verlassen wird. Verpflichtet wurden bisher Marcos Llorente (Real Madrid) und Felipe (FC Porto).

Sollten Benfica das Angebot für Félix annehmen, wäre es der fünftteuerste Transfer der Geschichte. Nur Neymar (222 Millionen), Kylian Mbappé (180 Millionen), Philippe Coutinho (120 plus bis zu 40 Millionen in Bonuszahlungen) und Ousmane Dembélé (105 plus bis zu 45 Millionen in Bonuszahlungen) kosteten noch mehr. Thomas Lemar, bisheriger Rekordtransfer von Atlético, kostete eine Ablösesumme in Höhe von 70 Millionen Euro.

João Félix wird von Atlético umworben
PATRICIA DE MELO MOREIRA AFP

João Félix wird von Atlético umworben

Schalke soll die Bayern ausgestochen haben

Stuttgarts Innenverteidiger Ozan Kabak gilt als großes Abwehrtalent, auch wenn er den Abstieg des VfB Stuttgart nicht verhindern konnte. Der türkische Nationalspieler möchte erstklassig bleiben und kann den VfB dank einer Ausstiegsklausel für 15 Millionen Euro verlassen. Nach Informationen der "Sport Bild" hat sich Kabak nun für den FC Schalke entschieden. Interesse hatte nach dem Abgang von Mats Hummels zu Borussia Dortmund auch der FC Bayern, doch Kabak soll auf eine schnelle Entscheidung gedrängt haben und sich deshalb für S04 entschieden haben.

Hertha BSC hat Angebot für Lazaro

Hertha BSC soll vor dem lukrativsten Spielerverkauf der Klubgeschichte stehen. Nach übereinstimmenden italienischen Medienberichten steht Außenbahnspieler Valentino Lazaro vor einem Wechsel zu Inter Mailand in die Serie A.

Demnach zahlt Inter 22 Millionen Euro für den 23-jährigen Österreicher, der seit 2017 für die Hertha aufläuft und in Berlin noch einen Vertrag bis 2021 besitzt. Herthas bisheriger Rekordabgang ist Innenverteidiger John Anthony Brooks, der im Sommer 2017 für rund 17 Millionen Euro zum VfL Wolfsburg gewechselt war.

Aránguiz will Leverkusen verlassen

Der chilenische Nationalspieler Charles Aránguiz denkt darüber nach, Bayer Leverkusen zu verlassen und in die Premier League zu West Ham United zu wechseln. "Die Leute wissen, dass ich mit denen gesprochen habe", sagte der Mittelfeldspieler dem "Kicker". "Die Entscheidung liegt bei ihnen. Wir werden sehen, was nach der Copa passiert." Aránguiz spielt derzeit mit Chile bei der Copa América in Brasilien und trifft im Viertelfinale auf Kolumbien. Der 30-Jährige kam 2015 nach Leverkusen und besitzt einen Vertrag bis 2020.

Real denkt über van de Beek nach

Real Madrid hat für Eden Hazard, Luka Jovic, Ferland Mendy, Rodrygo und Éder Militao bereits über 303 Millionen Euro ausgegeben. Doch Trainer Zinédine Zidane wünscht sich mindestens eine weitere Verpflichtung - für das zentrale Mittelfeld. Wunschkandidat ist Paul Pogba von Manchester United, doch eine Verpflichtung des Weltmeisters von 2018 könnte sich lange hinziehen. Deshalb soll es laut "Marca" Überlegungen geben, Donny van de Beek von Ajax Amsterdam als Alternative zu Pogba nach Madrid zu holen.

In der englischen Premier League schließt das Transferfenster bereits am 8. August. Sollte Pogba bis dahin nicht nach Madrid gewechselt sein, müsste sich Real in jedem Fall umorientieren, weil Manchester dann keinen Ersatz mehr für Pogba verpflichten kann. Laut Marca soll van de Beek von Ajax eine Zusage haben, bei einem lukrativen Angebot den Klub verlassen zu dürfen.

Fixe Transfers

Sow wechselt von Bern zu Eintracht Frankfurt

Er war der Wunschspieler von Trainer Adi Hütter und nun hat Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic den Tranfer von Djibril Sow bestätigt. Der offensive Mittelfeldspieler kommt von Young Boys Bern, wo er ein Jahr lang mit Hütter zusammengearbeitet hat.

"Djibril ist auf dem Markt heiß begehrt gewesen. Wir sind froh, dass wir so einen Spieler bekommen. Der Junge hat eine super Entwicklung genommen und unheimlich viel Potenzial", sagte Bobic im "Kicker". Sow soll in Frankfurt laut "Bild"-Zeitung einen bis 2024 laufenden Vertrag unterschreiben. Die Ablösesumme liege bei gut neun Millionen Euro, könne sich aber bei Erfolgen und Einsätzen auf elf bis zwölf Millionen erhöhen.

krä/ptz/dpa/sid

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insgesamt 9 Beiträge
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tafka_neowave 27.06.2019
1. Toptalent João Félix
Für Toptalent João Félix habe Atlético ein Angebot in Höhe von 126 Millionen Euro für den 19-jährigen Stürmer abgegeben. Nur der Himmel noch setzt Grenzen....
Münchner73 27.06.2019
2. Frage an die Experten
Wie kann sich Atlético das überhaupt leisten? Von den Zahlen die ich gefunden hab, haben die einen Umsatz von ca. 230 Millionen und eigentlich Schulden ohne Ende. Wie können die einen Spieler für die Hälfte ihres Umsatzes kaufen?
Papazaca 27.06.2019
3. Zeitenwende: Mit Neymar's Wechsel zu PSG explodierten die Preise
Neymar könnte für PSG zu einem Imageproblem geworden sein. Ein möglicher Verkauf deutet darauf hin. Vor allem steht er für explodierende Preise auf den Transfermärkten. Die 220 Mio. für Neymar stellten alles in den Schatten. Zuerst die finanzielle Überlegenheit der PL, dann der Neymar-Transfer haben die Fußball-Welt entscheidend verändert. Das Nachsehen haben Vereine aus Ligen, in denen vernünftig gewirtschaftet wird und in denen keine Scheichgelder fließen. Den Begriff "Financial Fairplay" kann niemand mehr ernst nehmen, trotz der Strafen wie gegen City. Der Name Neymar steht für einen Transfermarkt, dessen Preise explodieren.
Papazaca 27.06.2019
4. Verkäufe!
Zitat von Münchner73Wie kann sich Atlético das überhaupt leisten? Von den Zahlen die ich gefunden hab, haben die einen Umsatz von ca. 230 Millionen und eigentlich Schulden ohne Ende. Wie können die einen Spieler für die Hälfte ihres Umsatzes kaufen?
Ich bin jetzt leider nicht der Experte, der diese Frage umfassend beantworten kann. Aber die diversen Verkäufe von Griezmann, Hernandez und von zwei Verteidigern sorgen ja für locker 250 Mio. +.
aurichter 27.06.2019
5. @ Münchner73
Wenn Sie den Artikel aufmerksam gelesen hätten, dann wäre Ihnen aufgefallen, dass Hernandez 80Mio zu Bayern und Griezman voraussichtlich für ca 100 Mio zu Barcã wechseln. Da sind da schon Mal ca 180 Mio Euro an Kaufsumme vorhanden.
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