Betrugsvorwürfe KSC-Verteidiger droht Haft in Spanien

Als hätte der Karlsruher SC in der zweiten Liga nicht schon genug Sorgen: Jetzt droht Verteidiger Jordi Figueras auch noch eine Gefängnisstrafe in Spanien. Er soll in einen Manipulationsskandal verwickelt sein.

KSC-Abwehrspieler Jordi Figueras
imago/ Eibner

KSC-Abwehrspieler Jordi Figueras


Fußballzweitligist Karlsruher SC hat neben der sportlichen Krise als Tabellenletzter einen weiteren aktuellen Unruheherd. Verteidiger Jordi Figueras ist in seiner spanischen Heimat wegen Wettbetrugs von der Staatsanwaltschaft angeklagt worden. "Ich habe das erst am Mittwoch erfahren. Mir war das in diesem Ausmaß nicht so bewusst. Dass es da um zwei Jahre gehen kann", sagte KSC-Trainer Mirko Slomka am Donnerstag. "Deswegen habe ich mich bislang damit auch nicht beschäftigt, auch nie mit Jordi darüber gesprochen."

Wie die "Badischen Neuesten Nachrichten" berichteten, hat die Staatsanwaltschaft in Pamplona gegen den 29 Jahre alten Figueras Anklage erhoben und fordert eine zweijährige Freiheitsstrafe sowie eine Geldstrafe von 1,9 Millionen Euro. Figueras, der gegen Nürnberg am Freitag eine Gelbsperre absitzen muss, soll mit zwei weiteren Spielern zwei Spiele rund um den damals abstiegsbedrohten CA Osasuna verschoben haben. Figueras bestreitet die Vorwürfe.

"So ein Verfahren braucht keiner, das ist doch klar. Aber es gilt die Unschuldsvermutung", sagte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther: "Der Spieler hat uns gesagt, dass er nichts damit zu tun hat, und das glauben wir ihm. Das Verfahren läuft, wir warten ab und werden es vorerst nicht weiter kommentieren."

aha/dpa/sid



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Levator 02.04.2017
1. Als KSC-FAN
bin ich erschüttert. Das kann doch nicht wahr sein!! Vermutlich handelt es sich um bösartige Unterstellungen
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