Transfer-Rekorde Diese Trainer geben am meisten Geld aus

Eine Milliarde Euro für 30 Titel: Kein Coach steckte so viel Geld in Spieler wie José Mourinho. Doch auch andere Trainer kaufen gerne Fußballer - nicht immer mit Erfolg. Das große Shopping-Ranking.

Trainerlegende Mourinho: Über eine Milliarde für neue Spieler
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Trainerlegende Mourinho: Über eine Milliarde für neue Spieler

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Man kann von José Mourinho halten was man mag: Der Portugiese gehört zu den besten und erfolgreichsten Trainern der jüngeren Vergangenheit. Mit gleich zwei Vereinen holte "The Special One" das Triple (FC Porto, Inter Mailand), das gelang niemandem zuvor. Zudem gewann er Meisterschaften in Spanien, England, Italien und Portugal.

Doch diese Titel haben ihren Preis: Laut "transfermarkt.de" ist Mourinho der erste Trainer überhaupt, der in seiner Laufbahn mehr als eine Milliarde Euro in neue Spieler investierte. Seine 30 Titel mit insgesamt fünf verschiedenen Vereinen ließ sich Mourinho 1,07 Milliarden Euro kosten.

Sein teuerster Transfer war der Ukrainer Andrij Schewtschenko, für den der FC Chelsea 43,30 Millionen Euro an den AC Mailand überweisen musste. Dieser erwies sich im Nachhinein allerdings als großer Fehlkauf. In seiner ersten Amtszeit beim FC Chelsea zwischen 2004 und 2007 gab Mourinho alleine 367 Millionen Euro aus.

Doch auch seine Trainerkollegen investierten viel. Mourinhos Nachfolger in Madrid, Carlo Ancelotti, folgt auf Platz zwei. Auch Manuel Pellegrini scheute vor teuren Spielern nicht zurück: Der Chilene verpflichtete in seiner Zeit bei Real Madrid Cristiano Ronaldo für 94 Millionen Euro. In diesem Sommer fädelte er zudem den teuersten Einkauf der Premier-League-Geschichte ein (Kevin de Bruyne: 75 Millionen Euro).

Einen deutschen Trainer sucht man in der Auflistung lange vergeblich. Felix Magath schaffte es mit seinen Transfers auf den 29. Rang. Immerhin gab es keinen Coach, der mehr Spieler kaufte als der 62-Jährige. Insgesamt wechselten 103 Spieler im Laufe der Karriere zu Teams, die Magath trainierte.

Hier geht es zur Auflistung der ausgabenfreudigsten Trainer der Fußballgeschichte.



insgesamt 15 Beiträge
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aurichter 18.12.2015
1. Guardiola erstürmt die Spitze
auch auf diesem Feld, schließlich sollte man nicht vergessen, daß der Startrainer auch erst 44 Jahre alt ist und zudem bereits ein Sabbatjahr ohne Einkäufe absolviert hat. Gehen wir davon aus, daß er noch ca 15 Jahre als Trainer einkaufen gehen darf, dann wird Mourinho seinen Spitzenplatz auch hier verlieren. Die finanzkräftigen Clubs werden schon dafür sorgen, daß die Trainer ihre Traumelf zusammenkaufen können, denn Moneten sind ja genug vorhanden wenn man an die üblichen Verdächtigen denkt wie PSG - ManCity - United - Chelsea - Barcà - Real und Bayern.
rolarndt 18.12.2015
2. keine Kunst
Titel holen wenn man Geld hat ist keine Kunst. Da imponiert mir Dirk Schuster von Darmstadt 98 schon eher.
koma37 18.12.2015
3. Für mich
ist Gardiola ein Kasper. Mit hochkarätigen Spielern, die er anderen Vereinen wegkauft, kann doch jeder Depp gewinnen. Wann wird diesem Wahnsinn endlich ein Ende gesetzt. Eine Stadtmannschaft sollte schon auch eine Identität mit dieser zeigen. Warum muß ein Trainer 10 Mio verdienen. Was könnten die Vereinsführer mit diesem Geld alles für den Sport in ihrer Stadt leisten. Für Fußballer ist auch ein Gehalt von 10.000 € im Monat ausreichend. Wenn diese mit 35 Jahren einen Beruf haben, kann doch nicht von Nachteil sein!
tkhomer 18.12.2015
4. Guardiola
ist für mich... völlig überschätzt. Mit Geld um sich werfen und eine Spitzenmannschaft zu trainieren würde ich ich auch einem Kreisligatrainer zutrauen. Der sollte es mal ohne Geld bei einem Regionalligaverein versuchen und den in die erste Liga bringen. Dann kann man von ihm sagen, er sei ein Stitzentrainer, der sein - vermutlich aberwitziges - Gehalt wert ist.
Luitpold Stanislaus 18.12.2015
5. Rehhagel hat es anders gemacht
Er hatte eine Vision von der Mannschaft -wie die spielen sollte- und hat danach die vorhandenen Spieler eingesetzt und trainiert! Hitzfeld übrigens auch und Heynckes. Das muss nämlich ein Trainer können: wissen, was der Spieler kann und ihn so trainieren, dass er auf der zugedachten Position im Rahmen der Taktik spielen kann. So hat er nicht nur Kaiserslautern von einer Zweitligamannschaft zum Deutschen Fussballmeister gemacht, sondern auch aus Griechenland einen Europameister. Dafür brauchte er allerdings fast eine 20-jährige Lehrzeit als Trainer, um das in Perfektion zu können. Wer seine Spieler trainiert, braucht keine zu kaufen. Aber selbst Trainer wie Rehhagel, Heynckes und Hitzfeld können nicht vernünftig arbeiten, wenn das Umfeld nicht stimmt.
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