Manchester United Mourinho verteidigt Schweinsteiger-Ausbootung

"Muss meine Entscheidungen treffen": Manchester Uniteds Trainer José Mourinho hat die Degradierung von Bastian Schweinsteiger verteidigt. Einen Nachfolger hat der Portugiese bereits im Auge.

Bastian Schweinsteiger und José Mourinho (re.)
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Bastian Schweinsteiger und José Mourinho (re.)


Manchester Uniteds Teammanager José Mourinho hat die Ausbootung von Bastian Schweinsteiger aus der Profimannschaft des englischen Rekordmeisters verteidigt. "Ich musste meine Entscheidungen treffen. So etwas passiert in jedem Verein auf der Welt", sagte der Portugiese. Schweinsteiger sei dennoch "ein sehr guter Mittelfeldspieler", sagte Mourinho, der im Sommer die Nachfolge von Louis van Gaal angetreten hat.

Die Degradierung Schweinsteigers hatte teilweise heftige Kritik hervorgerufen. Ex-Bundesliga-Trainer Ottmar Hitzfeld warf Mourinho "mangelnden Respekt" vor. Auch der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, äußerte Unverständnis. Der 32-jährige Schweinsteiger hat bei Manchester noch einen Vertrag bis 2018.

Ein Jurist der Spielergewerkschaft FIFPro hatte gar eine Gefängnisstrafe für Mourinho wegen Mobbings gefordert. Auch in den sozialen Netzwerken kritisierten zahlreiche United-Anhänger die Entscheidung des Trainers. Schweinsteiger selbst hatte sich bisher nicht dazu geäußert.

Zeitnahe Entscheidung bei Pogba

Der 53 Jahre alte Mourinho plant im zentralen Mittelfeld mit dem französischen Nationalspieler Paul Pogba, dessen Transfer vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin für die Weltrekordablöse von mehr als 100 Millionen Euro laut englischen Medienberichten unmittelbar bevorsteht.

"Wir haben im Moment 22 Spieler, wir werden 23 haben", sagte Mourinho. Konkret auf Pogba angesprochen, sagte der Coach: "Er ist solange ein Spieler von Juventus, bis er es offiziell nicht mehr ist." Mourinho deutete allerdings eine zeitnahe Entscheidung an.

Am 14. August tritt United zum Premier-League-Auftakt beim AFC Bournemouth (14.30 Uhr) an. Bereits am kommenden Sonntag (16.00 Uhr/TV: Eurosport 1) trifft der FA-Cup-Sieger im Community-Shield im Londoner Wembley-Stadion auf Überraschungsmeister Leicester City. Schweinsteiger wird dann nicht im Kader stehen.

jan/sid



insgesamt 33 Beiträge
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Blankoscheck 05.08.2016
1. !?!?!?
Wieso wird jemand für eine längst überfällige Handlung kritisiert? Schweinsteiger wurde nicht ausgebootet, er hat über eine sehr lange Zeit bewiesen, dass er nichts drauf hat. Dafür auch noch Millionen zu kassieren, ist ein Faustschlag ins Gesicht eines jeden, der seinen Posten ganz und gar ausgefüllt. Schweinsteiger ist und war nur Vakuum.
Dengar 05.08.2016
2. 32
Schweinsteiger ist seit dem 1.8., dem Tag seiner Spindräumung, 32 Jahre alt. Mourinho hat ihn an seinem Geburtstag degradiert.
guenther2009 05.08.2016
3. Es ist natürlich
menschlich eine große Veränderung. Damit muß aber ein zeigen.Profi rechnen. Ein anderer Trainer hat neue Ideen und will das mit neuen Spielern durchführen. Der Trainer muß aber den Kopf dafür hinhalten, falls es nicht funktioniert, wie viele Trainerwechsel. Schweini wird es verkraften, vor allem mit dem Salär.
Selbstzweck 05.08.2016
4. Das ist ManU
Würde er bei Bayern einen Stammplatz haben? Das ist eine andere Liga da wird nicht immer de selbe Verein Meister. Alles gute für den Basti, der findet schon eine Beschäftigung.
Ignorant00 05.08.2016
5. Überfällige Handlung oder Mobbing?
Zitat von BlankoscheckWieso wird jemand für eine längst überfällige Handlung kritisiert? Schweinsteiger wurde nicht ausgebootet, er hat über eine sehr lange Zeit bewiesen, dass er nichts drauf hat. Dafür auch noch Millionen zu kassieren, ist ein Faustschlag ins Gesicht eines jeden, der seinen Posten ganz und gar ausgefüllt. Schweinsteiger ist und war nur Vakuum.
Weiß ja nicht, wie sie ihre Brötchen verdienen, aber mal ein Beispiel: Das ist genauso als, wenn Sie demnächst in den Keller versetzt würden und Akten tackern sollten, weil die Firma einen besseren hat?! Das ist Mobbing und der Faustschlag geht genau andersrum!
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