Klopps Vorstellung in Liverpool "Ich bin der Normale"

Er ist da! Vor Journalisten und Fernsehteams aus aller Welt hat Jürgen Klopp seine erste Pressekonferenz beim FC Liverpool gegeben. Locker plauderte er auf Englisch. Die Message des neuen Trainers: Vollgas.


Das Grinsen breit, in den Augen ein Leuchten: Jürgen Klopp hat bei seiner offiziellen Vorstellung beim FC Liverpool genau das getan, was man von ihm erwarten durfte: Aufbruchstimmung verbreitet. Schwarzes Sakko, schwarzes Hemd, dunkle Jeans, Lederschuhe: So trat Klopp, 48, vor die Presse.

Sein erster Satz? "Zunächst einmal möchte ich mich für mein Englisch entschuldigen", sagte Klopp, der dann aber sehr solide die Fragen der Journalisten beantwortete. "Der FC Liverpool ist für mich einer der größten Klubs der Welt. Ich bin sehr stolz darauf, hier zu sein. Für mich ist es der perfekte Moment, hier zu sein."

Es war ein anderer Jürgen Klopp als damals in Dortmund, 2008. Die Brille war noch kleiner, die Koteletten länger und, ja, er war sogar ein wenig unsicher, als er damals bei seiner Vorstellung von der "großen Ehre" sprach, Trainer von Borussia zu sein. Man darf ihm glauben, dass er nun in England genau so empfindet. Nur das Selbstvertrauen ist deutlich gewachsen.

Glauben, nicht zweifeln

Schon zuvor, im Vereins-TV, hatte Klopp "Vollgas" versprochen, aber eben auch von der "vielleicht größten Herausforderung im Weltfußball". Einen "wilden" Stil kündigte er an. Liverpools Fans müssten das Zweifeln ablegen. Stattdessen: glauben, ab sofort.

#KloppfortheKop, das ist seit Freitag mehr als nur ein Hashtag bei Twitter. Es ist real, der Meistercoach aus Deutschland hat die Arbeit aufgenommen, inspizierte bereits den Rasen im Stadion an der Anfield Road. "Die Zeit für einen Neustart ist gekommen", sagte Klopp, der das beim BVB schon einmal ziemlich gut hinbekommen hatte.

Liverpool, das seit 1990 auf einen Meistertitel in der Premier League wartet, kann sich offenbar auf einen ausgeruhten Trainer freuen: "Ich bin entspannt, ich bin erholt", sagte Klopp, der zwischendurch immer wieder scherzte. Chelseas Coach José Mourinho nennt sich "The Special one"? "I'm the normal one", sagte Klopp.

Dessen Auftrag ist klar: Der Neustart soll möglichst in der Champions League enden. Derzeit ist der Klub trotz großer Investitionen im vergangenen Sommer nur Zehnter in der Tabelle. Klopp weiß das - und versuchte bei all dem Hype dann doch noch ein wenig zu bremsen: "Lasst mich in Ruhe arbeiten, dann sehen wir, was wir erreichen."

Im Video: Der FC Liverpool, Klopps neuer Klub

chp



insgesamt 28 Beiträge
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spon-facebook-10000651967 09.10.2015
1. Kloppo ist genau der Richtige!
Ich bin mir sicher, dass Kloppo den Laden in Schwung bringen wird. Bei diesem Voting scheinen die Leute aber noch sehr zwiegespalten zu sein https://goo.gl/ptN7hX
andromeda793624 09.10.2015
2. CL durchaus realistisch!
Liverpool ist zwar nur 10. aber nur 4 Punkte vom sicheren CL-Platz(3.) entfernt und auch zum Tabellenführer ManCity sind es nur 6 Punkte. Ein guter Start könnte schon eine gewisse Euphorie bringen!
caipidoc 09.10.2015
3. Alles Gute
... sber krin Grund zum Durchdrehen.
Wunderläufer 09.10.2015
4. Viel Glück
Sicher ist Klopp ein exzellenter Trainer. Was mich nachdenklich stimmt ist, dass viele in Liverpool in ihm eine Art Messias sehen: diese irrationalen Momente könnten in Zukunft noch einigen Unmut produzieren
Oskar Mayer Wiener 09.10.2015
5. Wenig Charakter
Als vor ca. drei Wochen das Gerücht ging, Gladbach wolle Klopp verpflichten, ließ er sofort dementieren: Er wolle ein sabbatical machen, und jetzt ist er plötzlich in Liverpool. Ich könnte mir Klopp ohnehin nicht als Gladbach-Trainer vorstellen, weil er dort nicht hin passt, aber das ist charakterlos, irgendwas von sabbatical zu schwafeln wobei ihm in Wahrheit Gladbach einfach nur zu popelig ist...
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