Liverpool-Coach über seine Zukunft Klopp schließt Job als Bundestrainer nicht aus

"Stand heute" habe er zwar noch keine Lust, Bundestrainer zu werden - zu gegebener Zeit werde Jürgen Klopp jedoch über die Frage nachdenken, sagt er. Der Liverpool-Coach äußert sich im Interview auch zu einem sportlichen Vorbild.

Jürgen Klopp ist seit 2015 Trainer des FC Liverpool
David Klein / REUTERS

Jürgen Klopp ist seit 2015 Trainer des FC Liverpool


Bundestrainer werden? "Wenn sich die Frage stellt, werde ich darüber nachdenken." Jürgen Klopp ist schon mehrfach als möglicher Trainer der deutschen Nationalmannschaft gehandelt worden - im Gespräch mit Johannes B. Kerner hat er sich abwartend dazu geäußert. "Stand heute hätte ich keine Lust darauf, weil ich mich hier zu wohlfühle", sagte Klopp, aber ausschließen wolle er es nicht. "Auch wenn ich gar nicht sagen kann, ob ich dafür der Richtige bin."

Klopp äußerte sich in dem neuen Talkformat "Bestbesetzung", das am Donnerstag auf Magenta TV seine Premiere feiert. Wenn er seine Arbeit beim FC Liverpool beendet habe, werde er "in jedem Fall eine Pause machen" und dann über seine Zukunft entscheiden. Danach nicht mehr als Trainer zu arbeiten, könne er sich allerdings nicht vorstellen. "Ich bin jetzt 52, ich denke nicht daran, aufzuhören." Klopps Vertrag in Liverpool läuft im Sommer 2022 aus - zur gleichen Zeit wie der von Bundestrainer Joachim Löw.

"Der Weg zum Titel wichtiger als der Titel"

In dem 55-minütigen Gespräch befragt Kerner, der gemeinsam mit dem damaligen TV-Experten Klopp für das ZDF die Übertragungen der Heim-Weltmeisterschaft 2006 moderiert hat, seinen Interviewgast auch nach seiner sportlichen Motivation. "Der Weg zum Titel ist mir wichtiger als der Titel selbst", sagt Klopp. Wenn er Wochen nach Gewinn der Champions League noch Gratulationen entgegenzunehmen habe, müsse er geradezu stutzen: "Ich hab das dann schon fast vergessen."

Als sein großes Vorbild im Fußball bezeichnet er Franz Beckenbauer. Mit dem ehemaligen Weltmeistertrainer und -spieler telefoniere er regelmäßig. In diesem Zusammenhang beklagte er den Umgang der Öffentlichkeit mit Beckenbauer nach den Enthüllungen zur Vergabe der WM 2006 als "typisch deutsch". Er sei überzeugt, dass "der Franz nichts falsch gemacht hat".

Ausführlich nimmt Klopp in dem Gespräch auch Stellung zu nichtsportlichen Themen. Er äußert sich zum Brexit, zur Politik von Donald Trump und zur Klimaschutzdebatte um Greta Thunberg.

aha



insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
ayee 10.10.2019
1. Klopp wäre perfekt
Gerade wenn man sich so selten sieht, wie in der Nationalmannschaft, ist jemand gut, der Emotionalisieren und Pushen kann. Wer wäre da besser als Klopp? Dass er es drauf hat, hat er mit CL Finale mit Dortmund und CL Titel mit Liverpool bewiesen. Aber verständlich, wenn er erstmal noch als Vereinstrainer weiter machen will.
alternativlos 10.10.2019
2. Der Bundestrainer...
...ist kein Schutzpatron für irgendwelche Geister. Egal welche Narrative Es beschreibt, für den Sport gilt gleichermaßen der Rechtsstaat. In jeder Hinsicht, insbesondere für die Unabhängigkeit der Justiz und ihrer Richter. Falls es in sportfachlicher Hinsicht noch Aufklärung über die Erfolge der Vergangenheit bedürfte, so steht es jedem Frei hier einen essenziellen Beitrag zu leisten. Besonders in der pädagogischen Ausrichtung eines Bundestrainers. Weiterhin Alles Gute
hokuspokusschwarzekatze 10.10.2019
3. Super
Zitat von ayeeGerade wenn man sich so selten sieht, wie in der Nationalmannschaft, ist jemand gut, der Emotionalisieren und Pushen kann. Wer wäre da besser als Klopp? Dass er es drauf hat, hat er mit CL Finale mit Dortmund und CL Titel mit Liverpool bewiesen. Aber verständlich, wenn er erstmal noch als Vereinstrainer weiter machen will.
mit den jungen spielern vor allem die in der ersten Halbzeit spielten und die die verletzungs krankheits bedingt nicht spielten konnten würden wir 2022 die wm gewinnen
Nonvaio01 10.10.2019
4. Klopp wird noch jahre in Liverpool bleiben
Zitat von hokuspokusschwarzekatzemit den jungen spielern vor allem die in der ersten Halbzeit spielten und die die verletzungs krankheits bedingt nicht spielten konnten würden wir 2022 die wm gewinnen
Liverpool ist sein Verein, unvergessen als er noch BVB Trainer war und in Liverpool gespielt hat wie er beim eingang das Liverpool zeichen beruehrt hat.....die Manager bei Liverpool werden ihn nicht ziehen lassen. Da wird der Vertrag mit soviel Geld aufgebessert das er garnbicht nein sagen kann.
schorsch_kluni 10.10.2019
5. Aha
Das bedeutet dann also umgekehrt auch, dass Harz4, Obdachlose und Menschen die am Existenzminimum leben sich auch nicht beteiligen dürfen? Also nur die Mittelklasse? Oder gehen Sie hier auch ins Detail? Nur die Mitte-Mittelschicht aber nicht gehoben und untere Mittelschicht? Sorry aber Ihr Beitrag ist so unnütz wie Seehofer. Warum sollen sich reiche Menschen an Themen nicht beteiligen dürfen? Zum Artikel: Ja gerne. Klopp möchte ich gerne als Bundestrainer. Und wie schon ein Kommentar vorher beschrieben: Klopp ist emotional und kann begeistern.
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