Premier League Klopp sieht bei Profis »moralische Verpflichtung zum Impfen«

Auch wenn die Omikron-Variante den Fußball auf der Insel massiv trifft: Einer gesetzlichen Impfpflicht steht Jürgen Klopp eher skeptisch gegenüber. Stattdessen sieht der Liverpool-Coach die Profis moralisch gefordert.
Liverpool-Trainer Jürgen Klopp

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp

Foto:

Szilard Koszticsak / EPA

Liverpools Trainer Jürgen Klopp hat angesichts der erneut verschärften Corona-Situation im englischen Fußball die Profis eindringlich zum Impfen aufgefordert. Der Coach sieht eine »moralische Verpflichtung«, sich impfen zu lassen. Eine gesetzliche Impfpflicht beurteilte der 54-Jährige zurückhaltend: »Ich glaube immer noch daran, das man Menschen überzeugen kann, das Richtige zu tun.«

Knapp die Hälfte aller Spiele in den ersten vier englischen Ligen sind an diesem Wochenende verschoben worden, weil es zu viele Coronafälle in den Teams gibt. Die Omikron-Variante hat sich in den vergangenen Tagen in Großbritannien rasant ausgebreitet und auch die Premier League und die übrigen Ligen massiv getroffen.

Nach Zahlen, die die britische »Times« nannte , sind nach Angaben der English Football League gut ein Viertel der Profis in den drei Ligen unterhalb der Premier League ungeimpft. Für die Premier League selbst liegen keine aktuellen Zahlen vor. Im Oktober hatte die Liga mitgeteilt,  dass 68 Prozent der Profis doppelt geimpft seien, 81 Prozent hätten bereits eine Dosis erhalten.

Serie A mit Impfquote von 98 Prozent

Die Zahlen aus Spanien und Italien sind höher. So hat die Serie A am Freitag einen Impfstatus von 98 Prozent mitgeteilt (zweifach geimpft), aus Spanien wurde eine Impfquote von 93 Prozent aus der Primera División gemeldet.

Auch in Deutschland liegt die Impfquote im Profifußball mit über 90 Prozent deutlich höher als auf der Insel: Ende November hatte die DFL vermeldet, von den gut tausend Spielern aus der ersten und zweiten Liga seien noch 86 Profis ohne Impfung.

aha