Italienischer Fußball Juve muss wegen rassistischer Gesänge gegen Boateng zahlen

Sie lernen es einfach nicht: Weil Juve-Fans in Italien Kevin-Prince Boateng rassistisch beleidigten, muss Turin eine Geldstrafe zahlen. Der Milan-Profi musste die Gesänge der Juve-Fans beim Warmmachen über sich ergehen lassen.
Milan-Profi Boateng (r.), Juve-Spieler Vidal: Beleidigungen

Milan-Profi Boateng (r.), Juve-Spieler Vidal: Beleidigungen

Foto: Alessandro Di Marco/ dpa

Hamburg - Kevin-Prince Boateng ist in Italien erneut Opfer rassistischer Gesänge geworden. Weil der Mittelfeldspieler des AC Mailand vor dem Spiel bei Juventus Turin am Sonntag beim Warmmachen von Anhängern des Gegners beleidigt worden war, belegte der italienische Verband den Rekordmeister mit einer Geldstrafe in Höhe von 30.000 Euro.

Rund fünf Minuten lang hatten die Juve-Fans Boateng beleidigt, woraufhin der Milan-Profi gestikulierend und rufend versuchte, die Zuschauer zum Aufhören zu bewegen. Während des Spiels soll es keine weiteren rassistischen Gesänge gegeben haben. Juve gewann 1:0 durch ein Tor des früheren Bundesliga-Profis Arturo Vidal und ist als souveräner Tabellenführer der Serie A auf dem besten Wege, seinen Titel zu verteidigen.

Im Januar hatte Boateng für Aufsehen gesorgt, als der 26-Jährige bei einem Testspiel wegen rassistischer Beleidigungen den Platz verlassen hatte. Seine Mitspieler schlossen sich ihm an, die Partie gegen den Viertligisten Pro Patria wurde daraufhin abgebrochen. Boateng bekam anschließend weltweit Anerkennung für sein mutiges Auftreten.

ham/sid
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