Rückschlag für Nationalspieler Juventus nominiert Emre Can nicht für die Champions League

Überraschend verzichtet der italienische Rekordmeister Juventus Turin in der Champions League auf den deutschen Nationalspieler Emre Can. Auch der ehemalige Bayern-Stürmer Mario Mandzukic fehlt im Aufgebot.

Emre Can (Mitte) jubelt mit seinen Teamkollegen Giorgio Chiellini (links) und Cristiano Ronaldo (rechts) von Juventus Turin
Getty Images

Emre Can (Mitte) jubelt mit seinen Teamkollegen Giorgio Chiellini (links) und Cristiano Ronaldo (rechts) von Juventus Turin


Der deutsche Fußballnationalspieler Emre Can steht überraschend nicht im Champions-League-Aufgebot des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin. Dies geht aus der offiziellen Kaderliste hervor. Sami Khedira hingegen, Weltmeister von 2014, ist im 22-köpfigen Aufgebot von Trainer Maurizio Sarri dabei. Ebenfalls nicht vom ehemaligen Chelsea-Coach berücksichtigt wurde Ex-Bundesliga-Profi Mario Mandzukic (33).

"Ich bin sauer und wütend. Mir wurde etwas anderes versprochen", sagte Can am Mittwoch im Kreise der Nationalmannschaft. Er könne sich die Entscheidung nicht erklären. Darüber informiert wurde er von Sarri selbst am Telefon. "Das Gespräch hat nicht mal 60 Sekunden gedauert", sagte Can. Darüber hinaus bestätigte Can, dass es in der abgelaufenen Transferperiode Interesse von Paris Saint-Germain an ihm gegeben habe.

Can war in den ersten beiden Spielen in der Serie A nur beim 4:3-Sieg der Alten Dame gegen Vizemeister SSC Neapel zum Einsatz gekommen. In der 60. Minute hatte er Mittelfeldspieler Khedira ersetzt. Zum Saisonauftakt gegen Parma Calcio (1:0) saß Can 90 Minuten auf der Bank. Juventus hatte sich auf Cans Position in diesem Sommer mit dem Franzosen Adrien Rabiot und dem Waliser Aaron Ramsey verstärkt. Beide stehen im Champions-League-Kader.

Juventus startet am 18. September mit einem Auswärtsspiel beim spanischen Vizemeister Atletico Madrid in die neue Saison in der Königsklasse. Weitere Gegner in der Gruppe D sind Bundesligist Bayer Leverkusen und der russische Pokalsieger Lokomotive Moskau.

Von Bundestrainer Löw berufen

Von Bundestrainer Joachim Löw wurde Can hingegen erstmals seit knapp einem Jahr wieder für die Nationalmannschaft nominiert. Der 25-Jährige steht im Aufgebot der beiden EM-Qualifikationsspiele gegen die Niederlande am Freitag in Hamburg und drei Tage später gegen Nordirland in Belfast (beide 20.45 Uhr/Liveticker beim SPIEGEL, TV: RTL).

mey/sid



insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
cherea 04.09.2019
1. Lehrstück
über Entscheidungen im Fußball. Can war in einem Team, in dem er sich weiterentwickeln konnte, das Team ihm auch die Möglichkeit geben hat zu glänzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Trainier ausgetauscht wird war in seinem alten Team gering und der Trainer setzte auf ihn. Auf der anderen Seite standen mehr Geld und mit Ronaldo zu spielen….. Ich konnte es nicht nachvollziehen warum er Liverpool verlässt… guter Spieler, wahrscheinlich mit den falschen Beratern.....
LuPy2 04.09.2019
2. Was der Spieler noch nicht weiß:
Solange er nicht für Juve in der CL spielt, ist er für andere Spitzenteams in Europa innerhalb des Wettbewerbes noch einsetzbar. Sein Berater und sein AG hat ihn noch nicht in Kenntnis gesetzt, dass er verkauft werden soll.
kaischek 04.09.2019
3. Glückliche Berater, gefrusteter Spieler
Ich denke, es gibt kaum ein deutlicheres Zeichen des Vereins, dass es für Emre Can an der Zeit ist, zu wechseln. Warum nicht zu einem kleineren Verein mit weniger Kohle? Garantierte Spielzeit, um den Marktwert (wieder) zu steigern, kann seiner Sache vielleicht ganz zuträglich sein. Ich wünsche ihm, dass er die richtige Entscheidung trifft.
bulle.roth 04.09.2019
4. Dem Jungen fehlt es realistischer Selbsteinschätzung
Zitat von kaischekIch denke, es gibt kaum ein deutlicheres Zeichen des Vereins, dass es für Emre Can an der Zeit ist, zu wechseln. Warum nicht zu einem kleineren Verein mit weniger Kohle? Garantierte Spielzeit, um den Marktwert (wieder) zu steigern, kann seiner Sache vielleicht ganz zuträglich sein. Ich wünsche ihm, dass er die richtige Entscheidung trifft.
Es hat immer schon talentierte und weniger talentierte Spieler gegeben. Die weniger talentierten haben auch ihre Chancen, es weit zu bringen. Sie müssen halt punkten durch eine Kombination aus Bescheidenheit, Zuverlässigkeit, Disziplin und harter Arbeit. Katsche Schwarzenbeck, Berti Vogts, Benedikt Höwedes, Christoph Kramer (um nur ein paar zu nennen) - sie alle sind Weltmeister trotz limitiertem Talent. Can ist nicht aus diesem Holz geschnitzt, fürchte ich. Ein Arbeiter, der glaubt ein Künstler zu sein, seit er mit 16 zum besten Spieler einer Junioren-WM gekürt wurde. Ich bin gespannt, ob er die Kurve kriegt.
GWT 04.09.2019
5.
Zitat von kaischekIch denke, es gibt kaum ein deutlicheres Zeichen des Vereins, dass es für Emre Can an der Zeit ist, zu wechseln. Warum nicht zu einem kleineren Verein mit weniger Kohle? Garantierte Spielzeit, um den Marktwert (wieder) zu steigern, kann seiner Sache vielleicht ganz zuträglich sein. Ich wünsche ihm, dass er die richtige Entscheidung trifft.
Er wollte wechseln, der Verein wollte es nicht und hat ihm zugesagt in der CL zu spielen. Was für einen Sinn würde es machen ein paar Tage später ein Zeichen zu setzen damit der Spieler merkt man wolle ihn loswerden?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.