Manipulationsskandal Drei Jahre Haft für früheren Juve-Manager Moggi gefordert

Er gilt als Pate im Manipulationsskandal um den italienischen Rekordsieger Juventus Turin: Luciano Moggi soll wegen seiner Verstrickungen für drei Jahre ins Gefängnis. Das fordert die Staatsanwaltschaft im Berufungsverfahren.

Manager Moggi: Zentrale Figur im Manipulationskandal
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Manager Moggi: Zentrale Figur im Manipulationskandal


Hamburg - Der frühere Sportdirektor von Juventus Turin, Luciano Moggi, soll nach dem Willen der Anklage wegen seiner Verwicklung in den italienischen Fußball-Manipulationsskandal hinter Gitter.

Die Staatsanwaltschaft forderte im Berufungsprozess in Neapel eine Haftstrafe von drei Jahren und einem Monat wegen Sportbetrugs, wie italienische Medien berichteten. In erster Instanz war Moggi als zentrale Figur im Wettskandal von 2006 zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden, dagegen hatte er Berufung eingelegt.

Moggi wird vorgeworfen, als Kopf einer kriminellen Vereinigung Schiedsrichter beeinflusst und Spiele zugunsten von Juve manipuliert zu haben. Der 76-Jährige war zu einem lebenslangen Berufsverbot im Fußball verurteilt worden, Rekordmeister Juventus Turin zum Zwangsabstieg in die Serie B. Vergangene Woche hatte Moggi angekündigt, sich gegen seine lebenslange Sperre vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wehren zu wollen.

Neben dem früheren Juve-Manager müssen sich vor dem Berufungsgericht in Neapel weitere Angeklagte verantworten, darunter der frühere Vize-Präsident des italienischen Fußball-Verbandes FIGC und mehrere Schiedsrichterobmänner. Für sie forderte die Staatsanwaltschaft ebenfalls mehrjährige Haftstrafen.

bka/sid

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aurichter 29.10.2013
1. Berlusconi Syndrom
Hsb ich schon einmal im Vorbericht geschrieben und dazu stehe ich weiterhin. Der Mann scheint gehörige finanzielle Probleme zu hsben, daß der in dem Alter gegen ein zu Recht verhängtes Berufsverbot klagt. In dem Fall, es gibt ja nichts wichtigeres zu verhandeln für den EGfMR, sollte die Akte im regelmäßigen turnus wieder nach ganz unten gelegt werden, damit sich das Ganze auf biologische Art und Weise regelt. So oft braucht in Anbetracht des zarten Alters die Akte vermutlich nicht mehr bewegt werden. Nach allem was ich bislang gelesen habe dazu stellt sich mir die Frage, ist das Verhalten auf eine spezielle italienische Krankheit zurückzuführen? So eine Art Wettdemenz mit zusätzlicher geistiger Umnachtung und Größrnwahnsinn 5ten oder 6ten Grades??
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