Kaiserslautern Otto Rehhagel kaserniert den FCK

Nach dem schlechtesten Saisonstart des
1. FC Kaiserslautern in der Bundesligageschichte wird die Mannschaft jetzt in einem sechstägigen Trainingslager zusammengezogen. Zudem müssen die Profis weitere Einschränkungen ihrer Freiheiten hinnehmen.


Otto Rehhagel: Außergewöhnlich missliche Lage
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Otto Rehhagel: Außergewöhnlich missliche Lage

Kaiserslautern - Zwei Spieltage sind absolviert, da hat man in Kaiserslautern bereits die erste anständige Krisensitzung hinter sich gebracht. Zwei Niederlagen, noch kein Tor erzielt. Nach dem 0:4 in Wolfsburg hat Cheftrainer Otto Rehhagel zusammen mit dem Lauterer Vorstand beschlossen, vom Mittwoch bis zum DFB-Pokalspiel am kommenden Montag beim Regionalligisten Kickers Offenbach ein sechstägiges Trainingslager in Bad Kreuznach zu beziehen. Außerdem soll jeder FCK-Profi bis dahin schriftliche Verhaltensregeln an die Hand bekommen. Alle Vergünstigungen und Ausnahmeregelungen sind ab sofort gestrichen. "Wir sind in einer außergewöhnlich misslichen Lage und müssen deshalb auch außergewöhnlich handeln", sagte Rehhagel.

Der Trainer selbst blieb von einer Abmahnung der Vereinsführung vorerst ausgenommen. Seinen Freund und ehemaligen Mitspieler bezog FCK-Vorstand Jürgen Friedrich nur pauschal mit ein. "Wir sind alle schuld. Vielleicht hätten wir schon auf Signale in den Testspielen reagieren sollen", meinte Friedrich. Die "Rehhagel raus!"-Rufe, die seinem Angestellten zuletzt beim Besteigen des Mannschaftsbusses nach der Pleite in Wolfsburg entgegenschallten, scheint Friedrich geflissentlich zu ignorieren.



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