Fotostrecke

Kapitän Philipp Lahm: Der kleine Capitano

Foto: Bernd Weißbrod/ dpa

Kampfansage an Ballack Lahm will Löws Kapitän bleiben

Philipp Lahm zählt zu den Schlüsselspielern in der glänzenden Nationalmannschaft - jetzt spricht er Klartext: Der Kapitän des deutschen Teams will auch nach der WM in Südafrika die Spielführerbinde tragen. "Wieso sollte ich das Amt freiwillig abgeben?", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Hamburg - Philipp Lahm begeistert als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft - und will die Binde nun so schnell nicht wieder abgeben. "Die Rolle des Kapitäns macht mir sehr viel Spaß. Ich habe Freude daran. Wieso sollte ich das Amt dann freiwillig abgeben?", wird der Außenverteidiger von Bayern München in der Dienstagsausgabe der "Bild"-Zeitung zitiert.

Es sei doch klar, "dass ich die Kapitänsbinde gerne behalten möchte. Wenn man seine Rolle auf dem Platz ausfüllt und sie im Griff hat, so wie ich auf meiner Position, dann will man mehr. Dann will man mehr Verantwortung, dann will man sich um das Ganze kümmern. Und das ist jetzt bei mir der Fall", so Lahm vor dem WM-Halbfinale am Mittwoch gegen Europameister Spanien (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Lahms Worte sind eine klare Kampfansage an den bisherigen DFB-Kapitän Michael Ballack, der das Turnier in Südafrika verletzungsbedingt absagen musste. Nachdem sein WM-Aus feststand, war Lahm von Bundestrainer Joachim Löw mit dem Kapitänsamt betraut worden. Angesprochen auf die Möglichkeit, dass Löw nach der WM zu ihm kommen könnte und ihn anweise, das Kapitänsamt wieder niederzulegen, sagte Lahm: "Das wird man sehen."

Fotostrecke

WM-Zuschauer Ballack: "Capitano" vor schwerem Comeback

Foto: Bernd Weißbrod/ dpa

Ballack weilte am Wochenende beim Team in Südafrika und schaute sich den 4:0-Viertelfinalsieg des DFB-Teams gegen Argentinien an. Am Montagnachmittag trat er nach seiner Stippvisite wieder die Heimreise an. Wegen der starken Leistungen der Nationalmannschaft bei der WM ohne ihren eigentlichen Anführer wird derzeit die Frage diskutiert, ob es für Ballack überhaupt eine Zukunft in der DFB-Auswahl gibt.

Auf die Frage, ob die Nationalmannschaft den 33-Jährigen, der ab der kommenden Saison für den Bundesligisten Bayer Leverkusen spielt, noch brauche, sagte Lahm diplomatisch: "Es steht mir nicht zu, dass ich bei dieser Frage ja oder nein sage."

ham/sid
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.