Torwartstreit zwischen Neuer und ter Stegen Rummenigge fordert Klartext vom DFB

Im Torwartstreit bei der Nationalelf zwischen Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen hat sich nun der FC Bayern positioniert. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge greift dabei den Bundestrainer an - und fordert Dankbarkeit.

Karl-Heinz Rummenigge (links) im Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw
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Karl-Heinz Rummenigge (links) im Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw


Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, hat sich im Zwist um das Nationaltor zwischen Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen zu Wort gemeldet und Bundestrainer Joachim Löw kritisiert: "Was mir nicht gefällt, ist das Verhalten des DFB. Da wird nicht richtig Klartext geredet", sagte der 63-Jährige kurz vor dem Champions-League-Auftaktspiel seines Klubs gegen Roter Stern beim Sender Sky.

"Es wäre an der Zeit, einen Spieler wie Manuel den Rücken zu stärken. In der Öffentlichkeit lässt man das wabern, und es wird zum Teil auf dem Rücken von Manuel ausgetragen. Das finde ich nicht fair", sagte Rummenigge, "da wünscht man sich auch etwas Dankbarkeit." Den Namen Joachim Löw nannte Rummenigge zwar nicht, aber es war klar, wen er meinte.

Löw begrüßt den Konkurrenzkampf

Den öffentlich ausgetragenen Torwartstreit zwischen dem Bayern- und Nationalelf-Kapitän Neuer und ter Stegen vom FC Barcelona hatte Löw am Dienstag gegenüber der "Bild" so kommentiert: "Es ist doch klar, dass jeder einzelne ehrgeizig ist und auch spielen will. In der Nationalmannschaft brauchen und wollen wir diesen Konkurrenzkampf."

Dass Neuer voraussichtlich bis zur EM im kommenden Sommer die Nummer eins in der Nationalelf bleiben wird, hatte Löw bereits erklärt. Allerdings hatte der 59-Jährige auch ter Stegen mehr Spielpraxis in Aussicht gestellt. Zuletzt saß der 27-Jährige bei den EM-Qualifikationsspielen gegen die Niederlande und Nordirland Anfang September aber nur auf der Bank.

Danach hatte ter Stegen seinen Unmut über seine Reservistenrolle bekundet. Neuer hatte darauf verärgert reagiert, was wiederum ter Stegen echauffierte. Am Dienstag hatte ter Stegen dann im Champions-League-Spiel gegen Borussia Dortmund mit einerstarken Leistung Argumente für sich gesammelt.

Dass Rummenigge nun öffentlich Partei für Neuer ergreift, kann man auch als vereinspolitische Maßnahme verstehen.

mey



insgesamt 43 Beiträge
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Seite 1
tafka2937981 18.09.2019
1.
Ach Kalle, halt' einfach öfter mal die Luft an, und schlag' im Wörterbuch mal 'Bärendienst' nach.
Gimmik 18.09.2019
2. Oha, Rotbäckchen
Sollte sich vielleicht mehr um Bayern München kümmern, da gibt es mit Kovac genügend Themen und Möglichkeiten zum Klartext reden.
longtawan001 18.09.2019
3. So, so...
der Kalle fordert... Interessant :-) Weil er der Gott der Bayern ist oder weshalb fordert er?
Faern 18.09.2019
4.
Was der Rummenigge sich immer alles so wünscht und überaus treffender Kommentar Tafka!
kaiservondeutschland 18.09.2019
5. Armer Neuer
Neuer wird seit Jahren bevorzugt und jetzt redet man drüber. Das ist fies. Gut das der Kalle jetzt mit seiner anspruchsvollen Rhetorik kommt.
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