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Wiederaufnahme der Bundesliga SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach gegen Geisterspiele

Karl Lauterbach kritisiert, dass Fußballfunktionäre Druck auf die Politik ausüben, um die Bundesliga wieder zu starten. Auch Spiele ohne Zuschauer wären gefährlich - für die Fußballer.
Ein Interview von Udo Ludwig und Antje Windmann
aus DER SPIEGEL 16/2020
Foto: FRANK HOERMANN / SVEN SIMON

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Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD, geht davon aus, dass es im Mai noch keine sogenannten Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga geben wird. Im SPIEGEL-Interview erklärt er, warum aus medizinischen Gründen selbst ein Spiel ohne Publikum gefährlich ist: Die Spieler müssten aufwendig getestet und in Quarantäne gehalten werden.

SPIEGEL: Herr Lauterbach, nun trainieren die meisten Profifußballvereine wieder, wenn auch in Kleingruppen. Ist das in einer Zeit, in der Betriebe geschlossen sind, nachvollziehbar?

Lauterbach: Ich finde es schwer nachvollziehbar. Wenn mit Abstand trainiert wird, ist es medizinisch für die Spieler nicht so bedenklich. Wenn sie sich aber infizieren, es dadurch zu Infektionsketten kommt, wäre das inakzeptabel. Somit muss klar sein: Auch wenn sie in Kleingruppen trainieren, müssen die Spieler weitgehend isoliert leben. Ich habe jedoch schon von ersten Verstößen gegen diese Auflage gehört. Seiner Vorbildfunktion wird der Fußball somit in keiner Weise gerecht. Zumal stark gedrängelt wird, im Mai auch den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Und dabei geht es ausdrücklich nur um wirtschaftliche Überlegungen.

SPIEGEL: Glauben Sie, dass der Ball im Mai wieder rollt?

Lauterbach: Spiele vor Zuschauern halte ich für das gesamte Jahr für absolut ausgeschlossen. Auch Spiele ohne Publikum sind nicht ganz ungefährlich, denn Fußball ist nun mal eine Kontaktsportart.

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