WM-Baustellen in Katar Fifa reagiert auf Kritik von Amnesty International

Die Bedingungen für Bauarbeiter im WM-Gastgeberland Katar sind weiterhin schlecht. Zu diesem Schluss kommt Amnesty International in einem Bericht zur Lage in dem Emirat. Die Fifa fühlt sich dafür nicht allein verantwortlich.

WM-Baustelle in Katar (November 2014): Alle zwei Tage ein Todesfall
AP

WM-Baustelle in Katar (November 2014): Alle zwei Tage ein Todesfall


Der Bericht von Amnesty International (AI) über die noch immer untragbaren Bedingungen für Gastarbeiter im WM-Land Katar hat eine Reaktion beim Fußball-Weltverband Fifa ausgelöst. "Die Fifa wird an der Seite von Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen auch weiter bei den katarischen Behörden auf die Umsetzung von Reformen und die Abschaffung des Kafala-Systems drängen. Letztlich können nachhaltige Veränderungen im ganzen Land jedoch nur durch gemeinsame Anstrengungen aller beteiligten Anspruchsgruppen erreicht werden, einschließlich internationaler Unternehmen und Regierungen", hieß es in einem Statement der Fifa.

Zuvor hatte Amnesty International in einem Bericht moniert, dass trotz anderslautender Versprechungen des Golfemirats die Gastarbeiter aus zumeist südasiatischen Ländern weitgehend rechtlos sein. "Hoffnungen auf echte Fortschritte schwinden dahin", hält der Bericht fest. Die Fifa wies daraufhin, dass diese Zustände nicht auf WM-Baustellen vorzufinden seien. Die WM 2022 können sogar als "Katalysator für bedeutende Veränderungen" dienen.

"Die Baustellen der WM-Stadien, auf denen keine der im Bericht erwähnten Vorfälle stattfanden, unterstehen den internationalen Richtlinien und Standards, die von den verantwortlichen Bauunternehmen und deren Lieferketten gefordert werden. Wir hoffen, dass diese Richtlinien und Standards ausgeweitet werden und als Richtschnur für das gesamte Land dienen", hieß es in dem Statement des Weltverbands.

psk/dpa/sid

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thrashmail 21.05.2015
1. Die korrupte FIFA.....
....interessiert es gar nicht das von der 2,2 Mio Bevölkerung nur jeder 7. ein Qatari ist. Jeder 3. jedoch ist Inder oder Pakistani und jeder 6. Nepalese. ....sieht natürlich nicht die Menschen unwürdigen Arbeitsbedingungen, vor allem der Gastarbeiter. ... interessiert es nicht das Qatar einen weltweit höchsten Co2 Ausstoß/pro Einwohner hat ... interessiert es nicht das andauernd schwere Menschenrechtsverletzungen bewiesen sind. Es wird also eine WM abgehalten für circa 350,000 "Elite Qatari". Und die Fußballer dürfen dort wie "Affen" antanzen und auftreten. ("Affen" als Scherz-Kopie Spruch von Huub Stevens). Kaum vorstellbar das die Nicht-Qataris überhaupt in ein Stadion dürfen oder das Geld für Eintritt ausgeben wollen.
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