Turnier in Katar Vier Tage weniger WM-Spaß

Nicht nur kälter, sondern auch kürzer: Die Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar soll nur noch 28 Tage dauern. Das gab der Fifa-Generalsekretär bekannt. Das bevorzugte Datum für das Finale ist der Tag vor Heiligabend.
Fußballplatz in Katar: WM im Winter

Fußballplatz in Katar: WM im Winter

Foto: Peter Kneffel/ dpa

Hamburg - Die Fußball-WM Ende 2022 in Katar soll wegen der engen Terminlage von bislang 32 auf 28 Tage verkürzt werden. Das verkündete Jérôme Valcke, Generalsekretär des Weltverbands Fifa, bei einer Pressekonferenz in Doha.

Der genaue Termin ist weiterhin offen, eine Fifa-Task-Force aus Verbands- und Klubvertretern hatte am Dienstag eine Verlegung in den Zeitraum "Ende November bis Ende Dezember" vorgeschlagen. Die Exekutive des Weltverbands muss dies Mitte März noch absegnen.

Die meisten Konföderationen, wie auch die Europäische Fußball-Union Uefa, würden den 23. Dezember als Termin für das Finale bevorzugen, sagte Valcke.

Die Fifa lehnt laut dem Generalsekretär zudem Ausgleichszahlungen an die Vereine ab: "Es wird keine finanzielle Kompensation geben." Es gebe keinen Grund für eine Entschuldigung wegen des Votums der Task Force, sagte er. "Es ist nicht perfekt, wir wissen das - aber warum sprechen wir über eine Kompensation? Es passiert einmal, wir zerstören nicht den Fußball." Valcke verwies auf die Abstellgebühren, die die Fifa bereits an die Vereine zahle. Nach der WM 2014 waren dies 70 Millionen US-Dollar.

Die europäischen Klubs hatten bereits vor der endgültigen Entscheidung der Fifa-Exekutive Mitte März Entschädigungsansprüche angemeldet. Ihnen und den Ligen könne "nicht zugemutet werden, allein den Preis für die Verlegung der WM in den Winter zu bezahlen. Wir erwarten ebenso die seriöse Bereitschaft, den Schaden für die Klubs fair zu kompensieren", hatte Bayern Münchens Karl-Heinz Rummenigge, Vorsitzender der europäischen Klub-Vereinigung ECA, gesagt.

psk/dpa
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