Ausreisevisum erteilt Belounis darf Katar verlassen

Zahir Belounis kann endlich durchatmen. Nach zwei Jahren, die er im Emirat festgesessen hatte, darf der französische Fußballprofi Katar verlassen. Nach Auskunft seines Bruders hat er ein Ausreisevisum erhalten. Dies war ihm zuvor immer wieder verweigert worden.

Fußballprofi Belounis: Ausreise nach mehr als zwei Jahren
Human Rights Watch

Fußballprofi Belounis: Ausreise nach mehr als zwei Jahren


Hamburg - Der öffentliche Druck hat sich offenbar ausgezahlt. Nach Auskunft seines Bruders darf der 33 Jahre alte französische Fußballprofi Zahir Belounis das Emirat Katar verlassen. Der Spieler habe ein Ausreisevisum erhalten, twitterte sein Bruder Mahdi. Demnach werde Zahir bereits am Freitag in Frankreich eintreffen.

Belounis sitzt seit über zwei Jahren in Katar fest. Er hatte seinen Verein auf Zahlung seines Gehalts verklagt und wurde deswegen im Land festgehalten. Mit dem in dem Emirat geltenden sogenannten Kafala-System, das das Thema Arbeitsverträge regelt, legt der Staat die Verantwortung für ausländische Leiharbeiter in die Hände der Firmen, die sie beschäftigen. Unter anderem müssen die Arbeiter ihre Pässe abgeben und dürfen das Land ohne Einwilligung ihres Arbeitgebers nicht wieder verlassen.

Zuletzt hatte sich die internationale Fußball-Gewerkschaft Fifpro für Belounis stark gemacht. Auch zahlreiche Medien, unter anderem der SPIEGEL, hatten ausführlich über den Fall berichtet.

aha



insgesamt 14 Beiträge
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f13 27.11.2013
1. Schön, dass er Katar verlassen darf,
aber was ist mit den zig tausend Zwangsarbeitern, die wie Sklaven und Vieh behandelt werden? Jetzt gibt es wieder eine positive Nachricht aus Katar und der ganze Dreck, der dort geschieht ist wieder vergessen und verziehn.
latimer 27.11.2013
2. Dieser Schandfleck
Das Kafala-System, dieser Schandfleck im Rechtssystem des Emirat Katar, muss vor der Fußball-WM verschwinden!
henryboehm 27.11.2013
3. und dahin hat die fifa die
wm vergeben!
Malshandir 27.11.2013
4. Frechheit
Das sind 2 Jahre Geiselnahme. Also man kann also nur anraten 2 Pässe sich ausstellen zu lassen.
HansWilhelm 27.11.2013
5. Blatter
Zitat von henryboehmwm vergeben!
und seine Fifa-Spezi´s gucken nur, wo`s am meisten Geld zu holen gibt. Solche Banalitäten wie Menschenrechte und Arbeitsbedingungen, die diese Herren für sich selbst jederzeit reklamieren würden, sind da doch nur störend. Geld stinkt nicht!
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