Wegen Kritik an der WM-Vergabe Katar verklagt Ex-DFB-Chef Zwanziger

Katar geht juristisch gegen den früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger vor. Der dortige Fußball-Verband will Zwanziger Kritik an dem Gastgeberland der WM 2022 verbieten lassen. Der frühere Spitzenfunktionär reagiert gelassen.
Ex-Fifa-Exko-Mitglied Zwanziger: "Tun, was sie nicht lassen können"

Ex-Fifa-Exko-Mitglied Zwanziger: "Tun, was sie nicht lassen können"

Foto: Ennio Leanza/ dpa

Katars Fußball-Verband hat einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge beim Landgericht Düsseldorf eine Unterlassungsklage gegen den früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger eingereicht. Der ehemalige Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte Katar im Zusammenhang mit der umstrittenen Vergabe der WM 2022 als "Krebsgeschwür des Weltfußballs" bezeichnet.

Der Staat Katar und der Fußball-Verband des Landes werfen dem einstigen Exekutivmitglied des Weltverbandes Fifa "eine nicht hinnehmbare Verleumdung und Herabwürdigung seiner Bürger und staatlichen Gemeinschaft" vor. Zwanziger hat dem Bericht zufolge eine von ihm im Juni geforderte Unterlassungserklärung nicht abgegeben.

Der 70-Jährige reagierte gelassen auf die Klage, deren Streitwert bei 100.000 Euro liegt. "Sie sollen das tun, was sie nicht lassen können", sagte er der "FAZ". Der Schritt reihe sich ein in die Fehleinschätzungen der Katarer, "die wir seit Jahren verfolgen".

aha/dpa
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