Vergewaltigungsvorwürfe Staatsanwaltschaft will keine Anklage gegen Cristiano Ronaldo erheben

Cristiano Ronaldo wird wegen der Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn nicht von der Staatsanwaltschaft in Nevada angeklagt. Die Anschuldigungen gegen den Fußballstar könnten nicht zweifelsfrei bewiesen werden.

Cristiano Ronaldo
WALLACE WOON/EPA-EFE/REX

Cristiano Ronaldo


Im Fall des Vergewaltigungsvorwurfs gegen Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo will die Staatsanwaltschaft des Clark County im US-Bundestaat Nevada keine Anklage erheben. "Basierend auf einer Überprüfung der gegebenen Informationen (...) können die Anschuldigungen gegen Cristiano Ronaldo bezüglich eines sexuellen Übergriffs nicht zweifelsfrei bewiesen werden", teilte das Büro des Bezirksstaatsanwalts in Las Vegas am Montag mit. Deswegen werde der Fall nicht weiter strafrechtlich verfolgt.

Die Amerikanerin Kathryn Mayorga hatte Ronaldo vorgeworfen, sie 2009 in Las Vegas vergewaltigt zu haben. Ronaldo hatte das stets zurückgewiesen. Was in Las Vegas zwischen den beiden vorfiel, sei dem Sportler zufolge einvernehmlich gewesen, hatte sein Anwalt Peter Christiansen gesagt.

Nach Darstellung Mayorgas lernte der damals 24 Jahre alte Fußballer sie in einem Nachtklub in Las Vegas kennen. Er lud sie demnach in seine Hotel-Suite ein und vergewaltigte sie dort, heißt es in der Klageschrift. Danach habe er sich entschuldigt und erklärt, er sei "normalerweise ein Gentleman".

Der SPIEGEL berichtete erstmals 2017 über die Vorwürfe

Mayorga hatte die angebliche Vergewaltigung bereits direkt im Anschluss bei der Polizei angezeigt, damals aber weder den Namen Ronaldos noch den Ort des Geschehens benannt. Einige Monate später hatten sich beide außergerichtlich geeinigt. Ronaldo dementierte die Anschuldigungen. Mayorga sprach von einer Art an sie gezahltes Schweigegeld in Höhe von 375.000 Euro. Im vergangenen Jahr erneuerte die heute 35-Jährige ihre Vorwürfe und reichte Klage ein.

2017 hatte der SPIEGEL erstmals über die Vorwürfe und das Schweigeabkommen auf Basis von Unterlagen der Enthüllungsplattform Football Leaks berichtet. Mayorga gab dem SPIEGEL zudem kurz vor ihrer Klageeinreichung ein Interview, in dem sie ihre Vorwürfe erstmals selbst öffentlich machte. Im Anschluss daran nahm auch die Polizei ihre Ermittlungen wieder auf.

Nach Bekanntwerden der Klage waren die Aktien von Ronaldos Klub Juventus Turin eingebrochen. Ronaldo war vor einem Jahr von Real Madrid für rund 100 Millionen Euro zu Juve gewechselt. In der vergangenen Saison hatte er das Team zum achten Meistertitel in Serie geführt.

Eine Reaktion von Ronaldo blieb zunächst aus.

ngo/dpa



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