Premier League Klopps Liverpool ärgert Tottenham im Titelkampf

Jetzt könnte Leicester City im Titelkampf davonziehen: Verfolger Tottenham ist beim FC Liverpool nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Erfolgreicher lief es für Manchester City und Arsenal.

Jürgen Klopp (r.)
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Jürgen Klopp (r.)


FC Liverpool - Tottenham Hotspur 1:1 (0:0)

Der FC Liverpool mit Jürgen Klopp als Coach hat womöglich für eine Vorentscheidung im Kampf um den Meistertitel in der englischen Premier League gesorgt. Die Reds erreichten gegen den Tabellenzweiten Tottenham Hotspur ein Remis. Damit hat der Gegner aus London wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenführung liegengelassen. Spitzenreiter Leicester City könnte am Sonntag mit einem Sieg gegen Southampton (14.30 Uhr) den Vorsprung auf sieben Zähler ausbauen.

Tottenham hatte gegen den Tabellenneunten Probleme. In der ersten Hälfte verhinderte Torwart Hugo Lloris gleich mehrfach den Rückstand. Das 0:1 aus Sicht der Londoner fiel dann in der 51. Minute: Coutinho brachte die Reds nach einem feinen Zusammenspiel mit Daniel Sturridge in Führung. Harry Kane gelang mit seinem 22. Saisontor der Ausgleich (63. Minute). Der Stürmer traf mit einem sehenswerten Schlenzer zum 1:1-Endstand.

Liverpool, das am kommenden Donnerstag im Viertelfinale der Europa League auf Klopps Ex-Verein Borussia Dortmund trifft (21.05 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE), hat aktuell fünf Punkte Rückstand auf Platz sechs, der zur Teilnahme an der Europa League in der kommenden Saison berechtigen könnte.

Bournemouth - Manchester City 0:4 (0:3)

Kevin De Bruyne, der seit Januar wegen einer Verletzung kein Spiel mehr für Manchester City bestritten hatte, feierte ein glanzvolles Comeback. Fernando brachte die Gäste nach einer Ecke schon nach sieben Minuten in Führung. Kurz darauf erhöhte De Bruyne dann nach einer schönen Kombination über Sergio Agüero und David Silva auf 0:2 (12.). In der 19. Minute traf Agüero nach einer Flanke von Jesús Navas per Kopf zum 0:3.

De Bruyne wurde kurz nach der Pause ausgewechselt und schon fürs Champions-League-Spiel bei Paris Saint-Germain am Mittwoch (20.45 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE) geschont. Dafür kam Samir Nasri in der zweiten Hälfte ebenfalls zu seinem Comeback. Der Franzose hatte ein halbes Jahr gefehlt. Aleksandar Kolarov stellte kurz vor dem Abpfiff den Endstand her. Mit diesem Sieg verteidigte City Platz vier und baute den Vorsprung auf West Ham sogar aus. Lokalrivale United könnte mit einem Erfolg gegen Everton am Sonntag (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wieder bis auf einen Punkt an die zukünftige Mannschaft von Trainer Josep Guardiola herankommen.

Arsenal - Watford 4:0 (2:0)

Mit einem Heimsieg über Watford revanchierte sich Arsenal für die Niederlage gegen den gleichen Gegner im FA-Cup vor drei Wochen. Alexis Sánchez brachte die Londoner, die mit Mesut Özil, aber ohne Per Mertesacker antraten, schon nach vier Minuten in Führung. Sánchez war es auch, der das zweite Tor für die hochüberlegenen Gastgeber vorbereitete. Alex Iwobi war der Torschütze in der 38. Minute. Auch am dritten Arsenal-Tor war der Chilene als Vorbereiter beteiligt, als er Hector Bellerín das 3:0 auflegte (48.). In der Nachspielzeit traf der eingewechselte Theo Walcott zum 4:0-Endstand. Arsenal verkürzte mit dem lockeren Sieg den Rückstand auf Tabellenführer Leicester City auf acht Punkte.

Aston Villa - Chelsea 0:4 (0:2)

Auch die Entlassung von Trainer Rémi Garde hat dem Tabellenletzten Aston Villa nichts genützt. Ruben Loftus-Cheek brachte die Gäste aus Chelsea nach 26 Minuten in Führung. Der Brasilianer Alexandre Pato, von Corinthians ausgeliehen, holte bei seinem Debüt für Chelsea einen Foulelfmeter heraus, den er selbst kurz vor der Pause verwandelte.

Nach Wiederanpfiff erhöhte Pedro mit zwei weiteren Treffern (46., 59.) auf 0:4. Am Ende sah Villas Alan Hutton noch die Rote Karte für ein brutales Foul an Loftus-Cheek. Chelsea ist nun seit 14 Ligaspielen ungeschlagen. Villa bleibt Tabellenletzter und hat jetzt schon 16 Punkte Rückstand auf einen rettenden Platz. Schon am kommenden Wochenende könnte der Traditionsklub aus Birmingham auch rechnerisch abgestiegen sein.

West Ham United - Crystal Palace 2:2 (2:1)

West Ham United gab im Rennen um einen Champions-League-Platz zwei Punkte ab. Die Mannschaft aus dem Londoner Osten geriet im Derby gegen die seit Weihnachten sieglosen Gäste von Crystal Palace zwar in Rückstand, als Damien Delaney einen Fehler von Keeper Adrián zum 0:1 nutzte (15.). Doch nur drei Minuten später glich Manuel Lanzini für die Hammers aus. Noch vor der Pause brachte Dimitri Payet West Ham mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung (41.).

Nach einer Roten Karte gegen Cheikhou Kouyaté (67.) musste das Team von Slaven Bilic die Schlussphase allerdings in Unterzahl bestreiten. Das rächte sich, als Dwight Gayle eine Viertelstunde vor Schluss zum Ausgleich für Palace traf.

Martin Olsson (r.), Norwich City
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Martin Olsson (r.), Norwich City

Norwich City - Newcastle United 3:2 (1:0)

In seinem dritten Spiel als Trainer von Newcastle United erlitt Rafael Benítez die dritte Niederlage. Der ehemalige Wolfsburger Timm Klose traf nach einem Freistoß in der 45. Minute per Kopf zum 1:0 für Norwich. Nachdem Papiss Demba Cissé eine Riesenchance zum Ausgleich für Newcastle vergeben hatte, kam es zu einer spektakulären Schlussphase.

Aleksandar Mitrovic köpfte in der 71. Minute das 1:1. Nur drei Minuten später brachte mit Dieumerci Mbokani ein weiterer Ex-Wolfsburger die Gastgeber wieder in Führung. Aber Mitrovic glich vom Elfmeterpunkt erneut aus, nachdem Gary O'Neil den Ball mit der Hand gespielt hatte (86.). Newcastle drängte nun auf den Siegtreffer und vergab weitere Chancen. Doch Martin Olsson erzielte auf der Gegenseite den Siegtreffer für die Canaries, die durch diesen Erfolg sechs Punkte Vorsprung auf Newcastle aufweisen.

rae/jan



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nr.14 03.04.2016
1. Benitez' Bilanz
Drei Niederlagen? Meines Wissens gab es im zweiten Spiel, dem Derby gegen Sunderland, ein Remis. Richtig ist: gegen die direkten Konkurrenten wären Siege Pflicht gewesen. So gehen in Newcastle leider bald die Lichter aus. Leider.
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