Kickers Offenbach Staatsanwaltschaft durchsucht Geschäftsstelle

Unangenehmer Besuch für Kickers Offenbach: Die Geschäftsstelle des Regionalligisten ist von der Staatsanwaltschaft durchsucht worden. Im Zuge des Insolvenzverfahrens nahmen die Beamten Akteneinsicht bei dem Traditionsverein. Sogar das Auto von Geschäftsführer David Fischer wurde inspiziert.
Traditionsclub Offenbach: Akteneinsicht bei den Kickers

Traditionsclub Offenbach: Akteneinsicht bei den Kickers

Foto: DPA

Hamburg - Die Geschäftsstelle von Regionalligist Kickers Offenbach hat Besuch von Beamten der Staatsanwaltschaft bekommen. Geprüft wurden bei der Aktion "alle Geschäftsjahre seit dem Jahr 2010, die den Betrieb der Profi-Fußballabteilung betreffen", erklärte der hessische Club in einer Pressemitteilung.

Nach Informationen der "Offenbach Post" durchsuchten die Beamten auch das vor dem Stadion geparkte Auto sowie die Privatwohnung von Geschäftsführer David Fischer. Auch die Wohnungen der ehemaligen Geschäftsführer Thomas Kalt und Jörg Hambückers standen im Blickpunkt. Dabei wurden Unterlagen und Laptops sichergestellt.

Auslöser des Einsatzes war die Selbstanzeige des langjährigen Vizepräsidenten Thomas Kalt. Der bis Juni 2012 amtierende Geschäftsführer des Regionalligisten ist von seiner Unschuld an der drastischen Schuldenerhöhung (von 4,7 Millionen auf 9,1 Millionen Euro) der Offenbacher überzeugt.

Die Offenbacher Fußball Club Kickers 1901 GmbH sei "selbstverständlich an einer lückenlosen Aufklärung der Vorwürfe interessiert", hieß es in der Pressemitteilung weiter. Nach dem Lizenzentzug und dem Zwangsabstieg in die Regionalliga Südwest ist die Zukunft des Vereins schon länger ungewiss.

joe/sid/dpa
Mehr lesen über Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.