Klarer Sieg in Hamburg Dortmund führt den HSV vor

Borussia Dortmund ist wieder Bayern-Jäger Nummer eins: Zum Rückrundenauftakt besiegte der BVB den Hamburger SV deutlich. Robert Lewandowski und Jakub Blaszczykowski trafen doppelt. Für den HSV war es die erste Bundesliga-Niederlage unter Trainer Thorsten Fink.

DPA

Hamburg - Rückrundenauftakt nach Maß: Borussia Dortmund hat durch einen souveränen 5:1 (2:0)-Erfolg beim Hamburger SV nach Punkten zu Spitzenreiter Bayern München aufgeschlossen. Die Tore für das Team von Trainer Jürgen Klopp erzielten Kevin Großkreutz (16. Minute), Robert Lewandowski (37./84.) und Jakub Blaszczykowski (57./75.). Paolo Guerrero erzielte für den Gastgeber kurz vor Schluss den Ehrentreffer (86.).

"Es hat alles gepasst, aber es war nur ein Spiel. Jetzt geht es weiter", sagte Klopp. "Wir konnten auf 37 Punkte kommen, das haben wir geschafft. Überragend. Wir spielen gnadenlos durch, das ist das Entscheidende."

Für den HSV war es die erste Niederlage seit dem Amtsantritt von Trainer Thorsten Fink im Oktober des vergangenen Jahres. In der Tabelle bleiben die Hamburger auf dem 14. Platz."Die Mannschaft hat zu viel Respekt gehabt vor den Dortmundern. Uns hat der Mut gefehlt. Warum das so war, müssen wir noch rausfinden", sagte Fink. "Wir waren ganz schlecht, die andere Mannschaft war ganz gut. Uns hat die Winterpause nicht gutgetan."

Klopp musste auf seinen Stammtorhüter Roman Weidenfeller (Rückenbeschwerden) verzichten. Für ihn kam der Australier Mitchell Langerak zu seinem ersten Saisoneinsatz. Außer Weidenfeller fehlte auch Nationalspieler Mario Götze wegen Adduktoren-Problemen. Bei den Hamburgern konnte Fink nicht auf Ivo Ilicevic zurückgreifen (Wadenverhärtung).

Die Borussen zeigten von Beginn an, dass für sie bei der Jagd auf Tabellenführer Bayern München nur drei Punkte zählen. Gleich in den ersten drei Spielminuten kam der BVB zu drei guten Chancen. Erst vergab Sven Bender freistehend aus guter Position, dann scheiterte Lewandowski nur knapp. Wenige Sekunden später war es Neven Subotic, der nach einer Ecke per Kopf auch die dritte Möglichkeit auf die frühe Führung vergab.

Dortmunder Pressing überfordert HSV-Defensive

Der HSV war sichtlich beeindruckt. Angriffsversuche blieben in der Folge zumeist nur Stückwerk, weil die Borussen bereits im Mittelfeld jeglichen Spielaufbau der Gastgeber störten. Wenig später zeigte sich die Hamburger Defensive gegen aggressiv agierende Dortmunder erneut überfordert. Nach einem Pass von Shinji Kagawa vollendete Großkreutz aus kurzer Distanz freistehend vor HSV-Keeper Jaroslav Drobny.

Der Gegentreffer zeigte bei den Hamburgern Wirkung: Nur 60 Sekunden nach dem Rückstand vergab Paolo Guerrero per Kopfball die Chance zum direkten Ausgleich. Das Aufbäumen war aber nur von kurzer Dauer. Nach einem Patzer von Dennis Aogo vor dem eigenen Strafraum ließ sich Lewandowski die Chance nicht nehmen und erzielte in der 37. Minute seinen 13. Saisontreffer.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Dortmund dominierte die Partie nach Belieben. Der HSV hatte dem schnellen Kombinationsspiel der Klopp-Elf nur wenig entgegenzusetzen. Im Minutentakt erspielte sich der Meister Torchancen. Allein Drobny verhinderte mit guten Paraden einen deutlicheren Rückstand. In der 58. Minute musste sich der HSV-Keeper dann aber erneut geschlagen geben. Blaszczykowski traf per Flachschuss ins lange Eck.

Die Gegenwehr der Hamburger war nun endgültig gebrochen. Per Foulelfmeter erhöhte Blaszczykowski mit seinem zweiten Treffer der Partie auf 4:0. Kurze Zeit später konnte Lewandowski ebenfalls seinen zweiten Treffer bejubeln. Den Hamburgern gelang kurz vor Schluss nur noch der Ehrentreffer durch Guerrero.

Hamburger SV - Borussia Dortmund 1:5 (0:2)
0:1 Großkreutz (16.)
0:2 Lewandowski (37.)
0:3 Blaszczykowski (57.)
0:4 Blaszczykowski (75. Foulelfmeter)
0:5 Lewandowski (84.)
1:5 Guerrero (86.)
Hamburger SV: Drobny - Diekmeier, Bruma, Westermann, Aogo - Kacar (46. Petric), Rincón - Lam, Tesche, Jansen (65. Sala) - Guerrero
Borussia Dortmund: Langerak - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Bender (82. Gündogan), Kehl (73. Leitner) - Blaszczykowski, Kagawa, Großkreutz - Lewandowski
Schiedsrichter: Wolfgang Stark
Zuschauer: 57.000
Gelbe Karten: Bruma (2) -

mib/sid



insgesamt 17 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
spargel_tarzan 22.01.2012
1. wäre der HSV stattdessen kaffee trinken ..
gegangen, hätten vielen ihren vorteil gehabt. bei dem sauwetter hätten die zuschauer nicht raus gemußt, nasse füße und schnupfen hätten keine chance gehabt. das spiel wäre mit 0:3 als verloren gezählt worden, also ein wesentlich besseres endergebnis und der BVB hätte reisekosten gespart. neben dem spielerischen auch ein wirtschaftliches desaster.
frank_w._abagnale 22.01.2012
2. Das war es dann wohl, Herr Fink!
Ich denke, dass die Zeit von Torsten Fink als Trainer des Hamburger SV jetzt endgültig vorbei ist. Dieser Mann hat keine Taktik, kein Konzept und keinerlei Bundesligaformat. Nur mit Gefasel vom mutmaßlich vorhandenen "Bayern-Gen" wird der langjährige Ersatzbankwärmer des FC Bayern keinen Blumentopf gewinnen. Nicht mal in Hamburg. Mit der Korrektur dieses wohl historischen und in der Bundesliga einmaligen Trainermißgriffs kann man sich auch gleich von dem in allen Belangen überforderten Frank Arnesen trennen, der den Verein durch seine Taten und vor allem seine gesprochenen Worte lächerlich macht. Das Auftreten eines Frank Arnesen kann man nur als bizarr und grotesk bezeichnen. Traurig ist es in jedem Fall, was da für Figuren das Sagen haben. Zumindest derzeit noch... Ich werde heute Abend den Sportliveticker verfolgen und darauf warten, dass der HSV gehandelt hat.
stesoell 22.01.2012
3.
Dortmund war super, Hamburg nicht. Aber auch gegen abwesende Hanseaten muss man erstmal 5 Buden machen. Von daher: Puh, bin beruhigt. Freu mich nun auf die Platikt*tten aus Hoffenheim. Die müssen genauso aus dem Westfalenstadion geschossen werden!
ariandaddy 22.01.2012
4. Einfach beschämend!
Es waren 90 Minuten Folter für jeden HSV Fan. In den ersten 15 Minuten wurde der Ball gefühlte 30 Mal zu Drobny zurück gespielt. Falls Tesche als so etwas wie ein Spielmacher gedacht war, hat er völlig versagt. Wie kann ein Mittelstürmer wie Guerrero keinen einfachen Kopfball spielen? Mit Ausnahme von dem Jungen Lam (er hat wahrscheinlich sein Bestes gegeben) war es ein kollektives Versagen einer Truppe, die wahrscheinlich nicht besser Fussball spielen kann. Hätte BVB 5% mehr Einsatz gezeigt und den lahmen HSV etwas ernst genommen, wären da wohl an die 5 Tore mehr im Hamburger Netz gelandet. Und eine Frage muss Herr Fink beantworten: wenn Petric einsatzbereit ist, was hat der Fusslahme Kacar auf den Platz zu suchen. Und wenn Petric nicht ganz gesund ist, wieso wird er denn ueberhaupt eingewechselt. Nebenbei bemerkt hatte Petric in 45 Minuten ganze 7 Ballkontakte, davon endeten 4 mit einem Ballverlust! In dieser Form hat HSV nichts in der Bundesliga zu suchen.
SURE 22.01.2012
5. ......
Zitat von sysopBorussia Dortmund ist wieder Bayern-Jäger Nummer eins: Zum Rückrundenauftakt*besiegte der*BVB den Hamburger SV deutlich. Robert Lewandowski und Jakub Blaszczykowski trafen doppelt.*Für den HSV war es die erste Bundesliga-Niederlage unter Trainer Thorsten Fink. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,810655,00.html
So sieht also Fussball ohne Konzept aus. Netter Trainer, trainiert nette Mannschaft ohne Idee. Der gezeigte gute Wille ist bei den gezahlten Gehältern fast schon lächerlich. Zumindest wissen hoffentlich alle wo der HSV wirklich steht.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.