Klassenziel korrigiert Hoeneß läutet Abstiegskampf ein

Bei den mit hohen Erwartungen in die Bundesliga-Saison gestarteten Berlinern ist die Ratlosigkeit groß. Für Hertha-Manager Dieter Hoeneß geht es ab sofort nur noch darum, nicht abzusteigen. Trainer Huub Stevens sei der richtige Mann, um den GAU zu verhindern.


Dieter Hoeneß: "Steiniger Weg"
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Dieter Hoeneß: "Steiniger Weg"

Berlin - "Wir müssen unsere Erwartungshaltung korrigieren. In dieser Saison geht es nur noch um den Klassenerhalt", sagte Hoeneß am Montagabend auf der Jahreshauptversammlung des Fußball-Bundesligisten.

Einen Tag nach der 2:4 (2:0)-Pleite beim 1. FC Kaiserslautern und dem Abrutschen auf Platz 15 in der Tabelle wurden die Mannschaft und vor allem Coach Stevens mit vielen Pfiffen begrüßt. Mehrmals skandierten Mitglieder die Namen der Ex-Trainer Jürgen Röber und Falko Götz.

Trotz der gegenwärtigen sportlichen Krise verteidigte Hoeneß vor 836 Mitgliedern im Berliner ICC das Festhalten an Stevens: "Wir haben dadurch an Glaubwürdigkeit gewonnen, die Mannschaft wächst zusammen." Allerdings prophezeite Hoeneß "einen steinigen Weg, um da unten raus zu kommen".

Rekordumsatz, aber noch reichlich Schulden

"Ich bitte um Unterstützung, nur gemeinsam können wir es schaffen", sagte Kapitän Dick van Burik, der sich mit dem gesamten Team rund vier Minuten der Mitgliederversammlung stellte. "Was uns in dieser Saison komplett fehlt, ist die Fähigkeit, ein Spiel zu entscheiden, wenn es darauf ankommt", gab Hoeneß zu.

Finanziell steht die Hertha besser da. Mit 69,2 Millionen Euro verzeichnete der Club in der Saison 2002/2003 einen Rekordumsatz, die Verbindlichkeiten konnten leicht auf 16,8 Millionen Euro gesenkt werden. Der Gewinn für das Geschäftsjahr betrug vor Abschreibungen und Steuern 5,3 Millionen Euro - und damit rund drei Millionen weniger als in der Spielzeit zuvor.



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