Ehemaliger Bundestrainer Klinsmann verlängert als US-Coach bis 2018

Jürgen Klinsmann hat einen neuen Vertrag beim US-amerikanischen Fußballverband unterschrieben. Sein ursprünglicher Kontrakt wäre nach der WM in Brasilien ausgelaufen. Nun könnte der frühere Bundestrainer auch vier Jahre später in Russland mit dabei sein.

Trainer Klinsmann: Bis 2018 US-Coach
AP/dpa

Trainer Klinsmann: Bis 2018 US-Coach


Hamburg - Der Fußballverband der USA plant langfristig mit seinem Nationaltrainer Jürgen Klinsmann. Wie die United States Soccer Federation (USSF) bekannt gab, wurde der Vertrag mit dem ehemaligen DFB-Coach um vier Jahre bis 2018 verlängert. Klinsmanns ursprünglicher Kontrakt wäre nach der WM-Endrunde 2014 in Brasilien ausgelaufen. Vier Jahre später findet die Weltmeisterschaft in Russland statt.

"Einer der Gründe, warum wir Jürgen geholt haben, war, dass er uns voranbringen sollte. Das haben wir auf und neben dem Feld in verschiedenen Bereichen gesehen", sagte US-Soccer-Präsident Sunil Gulati: "In den vergangenen zwei Jahren hat er ein starkes Fundament aus der A-Mannschaft bis zu den Jugendmannschaften aufgebaut, und darauf wollen wir auch weiterhin aufbauen."

"Ich bin sehr glücklich, die Arbeit, die wir vor mehr als zweieinhalb Jahren begonnen haben, fortsetzen zu können", sagte Klinsmann, der künftig auch den Posten des Technischen Direktors ausüben wird und dies als "riesige Herausforderung" sieht. Ziel sei es, die Nachwuchs-Nationalteams, die Trainerausbildung, die Ausbildungs-Akademien und die Entwicklungen an der Basis noch enger miteinander zu verbinden, so Klinsmann: "Das sind faszinierende Themen, und ich freue mich darauf, mit vielen talentierten Leuten zusammenzuarbeiten und ihre Ideen zu hören."

Der ehemalige Stürmer ist seit Sommer 2011 Cheftrainer der US-Auswahl und kann mit dem Team bereits einige Erfolge vorweisen: Im Juli feierte der einstige Bayern-Coach den Gewinn des Gold Cups, im Herbst führte der 49-Jährige die USA als Gruppensieger der Concacaf-Zone zur WM nach Brasilien. Dort trifft Klinsmann in der Vorrundengruppe G am 26. Juni in Recife auf Deutschland mit seinem ehemaligen Assistenten Joachim Löw. Gemeinsam hatten sie Deutschland bei der Heim-WM 2006 zu Rang drei geführt.

Gruppe A
Brasilien
Kroatien
Mexiko
Kamerun
Gruppe B
Spanien
Niederlande
Chile
Australien
Gruppe C
Kolumbien
Griechenland
Elfenbeinküste
Japan
Gruppe D
Uruguay
Costa Rica
England
Italien
Gruppe E
Schweiz
Ecuador
Frankreich
Honduras
Gruppe F
Argentinien
Bosnien-Herz.
Iran
Nigeria
Gruppe G
Deutschland
Portugal
Ghana
USA
Gruppe H
Belgien
Algerien
Russland
Südkorea

tpr/dpa



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aurichter 13.12.2013
1. Gesucht und gefunden
haben sich hier zwei Parteien, die sich mit dem Showbiz bestens auskennen. Um nichts anderes handelt es sich hierbei. Klinsmann hat in seiner eigenen Laufbahn stets den Rummel und die große Bühne bevorzugt und genau dies kann er jetzt im Showland schlechthin auch mit den vermeintlichen Partnern auf Funktionärsebene so recht nach seinem Geschmack ausleben. Wie sich die Zusammenarbeit dann tatsächlich in den nächsten Jahren auswirkt werden wir nun schön beobachten können. Würde mich allerdings nicht wundern, wenn das Team USA nach schlechtem abschneiden bei der WM dann urplötzlich doch einen neuen Coach sucht - weil der alte Coach hingeschmiessen hat. Bei Klinsi würd mich das nicht wundern.
Mähtnix 13.12.2013
2.
Zitat von sysopAP/dpaJürgen Klinsmann hat einen neuen Vertrag beim US-amerikanischen Fußballverband unterschrieben. Sein ursprünglicher Kontrakt wäre nach der WM in Brasilien ausgelaufen. Nun könnte der frühere Bundestrainer auch vier Jahre später in Russland mit dabei sein. http://www.spiegel.de/sport/fussball/klinsmann-bleibt-bis-2018-nationaltrainer-der-usa-a-938780.html
Tja, dann kann er ja nach der WM 14 ohne Punkte, aber mit einer schönen Abfindung gehen.
marthosch 13.12.2013
3. @aurichter, mähtnix & Co.
Dass ist doch sehr deutsch dass man nur irgendwelche Bosheiten und Negatives über Andere zu kommentieren hat. Ihr seit auf jeden Fall nicht einer der Gründe warum Deutsche in anderen Ländern beliebt sind. Ich wünsche Klinsi viel Erfolg mit seinem Team.
nicosx 13.12.2013
4.
Zitat von marthoschDass ist doch sehr deutsch dass man nur irgendwelche Bosheiten und Negatives über Andere zu kommentieren hat. Ihr seit auf jeden Fall nicht einer der Gründe warum Deutsche in anderen Ländern beliebt sind. Ich wünsche Klinsi viel Erfolg mit seinem Team.
Finde das auch schon richtig ekelhaft. Klinsi hat uns damals den Schwung gegeben und den überfälligen Neuanfang gestartet und bei den Amis leistet er ja jetzt auch SEHR gute Arbeit. Würde mich nicht über einen zweiten Gruppenplatz wundern. Und dann dieser blöde Vergleich mit dem Showbiz ... dabei is doch der US-Fußball noch relativ bodenständig, für US-amerikanische Verhältnisse zumindest :).
banteng 13.12.2013
5. optional
Da ich den US Sport ziemlich eng verfolge kann ich bestätigen dass Klinsmann den US Fussball wirkich zum positiven umgekrempelt hat. Am Anfang hatte er einige Schwierigkeiten, aber jetzt ist er auf einem guten Weg. Die alte US Mannschaft spielete unter Bob Bradley sehr orthodox, defensiv. Klinsmann hatte sie, ähnlich Deutschland 2006, offensiv ausgerichtet. Seine wichtigste Leistung ist aber das Umkrempeln der Strukturen. Anders als in Europa ist Fussball in den Staaten der Sport reichen Vorstädtlern - nur wer Geld hat kann seine Kinder zum Fussball kicken (und es werden immer mehr). Klinsmann will diese verkehrte Pyramide umkrempeln weil er weiss dass sonst die größten Talente flöten gehen. Klar, mit der WM-Gruppe hat er einen schweren Dämpfer bekommen, ist aber machbar. Die WM ist immens wichtig für die US Truppe da nur dann sie die volle Aufmerksamkeit im Land bekommen (man erinnert sich da immer noch an 2010, dem 2:1 gegen Algeria in der letzten Minute). Mal sehen ob die nach einer evt. schlechten Abschneiden bei der WM die Geduld behalten... ich denke schon.
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