Klinsmann-Zukunft Viele Optionen und vier Nachfolger

Jürgen Klinsmann hat um Bedenkzeit gebeten - doch mit jeder Stunde, die ohne Erklärung verrinnt, wird sein Rücktritt als Bundestrainer wahrscheinlicher. SPIEGEL ONLINE hat die Optionen des Wahl-Kaliforniers analysiert - und präsentiert die Nachfolge-Kandidaten des DFB.

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Fans, DFB, die Mannschaft - sie alle wünschen sich, dass Klinsmann Bundestrainer bleibt. Doch der Schwabe schweigt noch immer - kein gutes Zeichen. Der DFB sollte sich schnell nach einem Nachfolger für den Coach umsehen. Nach Ansicht von SPIEGEL ONLINE gibt es vier ernsthafte Kandidaten für die Neubesetzung des Postens.

Sportdirektor Matthias Sammer hat wohl die besten Aussichten. Er ist bereits beim Verband angestellt und wurde schon von DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder als Interimscoach ins Gespräch gebracht. Klinsmann-Assistent Joachim Löw darf sich ebenfalls Hoffnungen machen. Christoph Daum ist nach seinem Ausscheiden bei Fenerbahce Istanbul, wo ihn Zico ersetzt, auf dem Markt und sollte schon 2000 Bundestrainer werden. Seine Kokain-Affäre verhinderte dies. Schließlich wartet der ehemalige Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld noch auf seine Chance.

Nicht zum Kreis der möglichen Bundestrainer gehören Felix Magath, Otto Rehhagel, Lothar Matthäus und Jürgen Klopp. Magath würde vom FC Bayern keine Freigabe erhalten, Rehhagel die neue Philosophie der Nationalelf (Spielfreude und Offensivdrang) ins Gegenteil verkehren. Matthäus ist trotz Unterstützung der Springer-Presse in Deutschland nicht vermittelbar. Klopp macht zwar seine Sache als TV-Bundestrainer sehr gut, ihm fehlt allerdings noch die internationale Reputation.

Doch natürlich hat auch Klinsmann mehrere Optionen. SPIEGEL ONLINE hat untersucht, wie wahrscheinlich sie sind.

1. Er bleibt Bundestrainer

2. Er wird US-Nationalcoach

3. Er wird Vereinstrainer

4. Er wird wieder strategisch tätig



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