Überfall vor einer Disco Kölner Hooligans brechen Leverkusens Kadlec die Nase

Sie warteten vor einer Disco, dann schlugen sie zu: Zwei Kölner Hooligans haben Michal Kadlec vom Erzrivalen Bayer Leverkusen überfallen und ihm das Nasenbein gebrochen. Es ist nicht das erste Mal, dass FC-Fans mit Gewalttaten für Aufsehen sorgen.

Leverkusens Kadlec: Von Kölner Fans überfallen worden
DPA

Leverkusens Kadlec: Von Kölner Fans überfallen worden


Hamburg - Mit dem 1. FC Köln sympathisierende Hooligans haben erneut für einen Zwischenfall gesorgt. Zwei Chaoten lauerten Michal Kadlec vom Rivalen Bayer Leverkusen Samstagnacht vor einer Disco auf und brachen ihm das Nasenbein. Die Kölner Polizei bestätigte am Sonntag den entsprechenden Bericht des "Express". Demnach wurden zwei Männer, die als "Gewalttäter Sport" einschlägig bekannt waren, als Täter ermittelt. Zuletzt hatten FC-Hooligans schon zwei Fanbusse von Borussia Mönchengladbach angegriffen.

"Ich war perplex. Meine Nase hat sofort stark geblutet, und meine Freundin war geschockt. Die Männer hatten sich als FC-Fans zu erkennen gegeben, mich kurz beleidigt. Und dann spürte ich schon einen heftigen Schlag. So etwas hatte ich absolut noch nie erlebt, weder in Köln noch in meiner Heimat Tschechien", sagte Kadlec, der die Discothek in Köln am Samstag nach dem 1:0 bei 1899 Hoffenheim mit einigen Teamkollegen besucht hatte.

Kadlec will kommendes Wochenende spielen

Im Krankenhaus war bei Kadlec am Sonntagmorgen ein Nasenbeinbruch festgestellt worden. Am Montag soll er in Köln operiert werden. "Ich möchte trotzdem gegen Hannover (am kommenden Samstag, Anm. der Redaktion) mit einer Gesichtsmaske spielen - wenn es irgendwie geht", sagte der 27-Jährige.

FC-Hooligans hatten erst kürzlich, nach dem Derby in Mönchengladbach (0:3) am 15. April, erneut einen Fanbus mit Anhängern des Erzrivalen angegriffen. Der Bus eines belgischen Fanclubs wurde zunächst von zwei Fahrzeugen ausgebremst und dann von vermummten belgischen Köln-Fans mit bengalischen Feuern und Steinen attackiert.

Schon Anfang März hatten auf der A3 mehrere Fahrzeuge mit gewaltbereiten Kölner Anhängern versucht, einen Bus mit Gladbach-Fans abzudrängen und auszubremsen. Auf dem Rastplatz Siegburg-Ost griffen dann vermummte Personen den Bus an, woraufhin der Busfahrer die Flucht in Richtung Köln ergriff.

leh/sid



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lemmiecaution 22.04.2012
1.
Naja, FC Fans halt. Kriminelles Pack. Durchgeknallt und nicht mehr zu bändigen. Einsperrren, das Volk.
MarkusW77 22.04.2012
2.
Zitat von lemmiecautionNaja, FC Fans halt. Kriminelles Pack. Durchgeknallt und nicht mehr zu bändigen. Einsperrren, das Volk.
Naj, bestimmt nicht alle- aber die können sich ja demnächst auch erstmal in der 2. Liga gegen Pauli und Dresden austoben, und dann, wenn die überschüssigen Hormone rausgekloppt sind, wiederkommen. Der Verein ist mir in der ersten Liga lieber als WOB/ Hoppenheim und Co.
yolanthe85 22.04.2012
3.
Zitat von lemmiecautionNaja, FC Fans halt. Kriminelles Pack. Durchgeknallt und nicht mehr zu bändigen. Einsperrren, das Volk.
Wie hieß es einmal auf DLF? "Es ist nicht die Crème de la Crème der Gesellschaft, die ins Stadion geht." BMW wurde mal gefragt warum sie keine Werbung im Stadion machen. Deren Antwort: "Diese Leute wollen wir nicht haben." Der ganze Fußballsport dient dazu unsere Gesellschaft vor dem Pöbel zu schützen weil dieser die Aggressionen im Stadion statt auf der Straße abbauen kann. Wer es nicht glaubt, der soll sich mal die Anzahl der Ordnungshüter bei der F1, DTM oder beim Pferdesport anschauen und mit der beim Fußball vergleichen. Welcher Menschenschlag geht also ins Stadion? Der Mob! :-D
msondern 22.04.2012
4.
Zitat von lemmiecautionNaja, FC Fans halt. Kriminelles Pack. Durchgeknallt und nicht mehr zu bändigen. Einsperrren, das Volk.
Ach, solche Pauschalisierungen sind doch auch Mist. "Die" FC Fans gibt es nicht. Es ist aber so, das Teile der Kölner Szene im Moment komplett freidrehen, in den letzten 3 Monaten hat sich da bei einigen Kaputten offensichtlich eine "mir ist alles scheißegal" Haltung eingestellt, das macht einem direkt Angst. Das ganze hat mit Fußball und gesunder Rivalität natürlich nichts mehr zu tun, das ist, wie Sie richtig sagen, einfach nur kriminell.
dadanchali, 22.04.2012
5. nee
Zitat von yolanthe85Wie hieß es einmal auf DLF? "Es ist nicht die Crème de la Crème der Gesellschaft, die ins Stadion geht." BMW wurde mal gefragt warum sie keine Werbung im Stadion machen. Deren Antwort: "Diese Leute wollen wir nicht haben." Der ganze Fußballsport dient dazu unsere Gesellschaft vor dem Pöbel zu schützen weil dieser die Aggressionen im Stadion statt auf der Straße abbauen kann. Wer es nicht glaubt, der soll sich mal die Anzahl der Ordnungshüter bei der F1, DTM oder beim Pferdesport anschauen und mit der beim Fußball vergleichen. Welcher Menschenschlag geht also ins Stadion? Der Mob! :-D
...und die noch Dümmeren schreiben solche Beiträge! Sie müssen den Sport ja nicht mögen, ihr Beitrag ist auch so an Unwissenheit, Vorurteilen und abgrundtiefer Dummheit nicht zu überbieten. Zum Beitrag: Das Beschriebene ist eine Straftat, dabei ist es egal ob eine Vereinszugehörigkeit, das "falsche" Stadtviertel, die Nationalität oder sonstwas der Auslöser war. Noch für Yolanthe 85 Ich habe vor demnächst zu promovieren. der Mob wir intellektuell
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