Kölner Krise Rapolder hat Sündenbock gefunden

Kölns Trainer Uwe Rapolder ist ein echter Fußballexperte. Darum ist ihm auch nicht verborgen geblieben, wer mitverantwortlich für die Niederlagenserie seiner Elf ist: sein Co-Trainer. Schließlich sei dieser für die Zuordnung bei Standards zuständig.


Köln - Rapolder ließ kein gutes Haar an seinem Co-Trainer Wolfgang Geiger: "Wir haben gegen Bayern das elfte Tor nach einer Standardsituation bekommen. Die Einteilung dazu macht er. Darüber ärgere ich mich natürlich", so Rapolder im "Kölner Express". Geiger war im Sommer auf Rapolders Wunsch von Hannover 96, wo er seit 2002 als Assistenz-Trainer, Scout und Spielbeobachter tätig war, an den Rhein gewechselt.

Trainer Rapolder: "Muss meine Art umstellen"
DPA

Trainer Rapolder: "Muss meine Art umstellen"

Rapolder stellte aber auch sich selber an den Pranger: "Ich muss meine Art umstellen, ohne meine Linie zu verlieren. Ich glaube, mit anderen Mitteln schaffe ich es", sagte der 47-Jährige. "Ich stehe für eine bestimmte Art von Fußball. Aber das bedingt umfassende taktische Arbeit. Jetzt bin ich aber dazu übergegangen, mehr mit Spielformen zu arbeiten", so Rapolder.

Der zuletzt harsch kritisierte Fußballlehrer hat einen eigenen Rücktritt bei anhaltenden Misserfolg ausgeschlossen. "Ich werfe hier nicht das Handtuch. Alleine schon, weil ich Trainer in Köln bin. Ich lasse mich nicht unterkriegen", so Rapolder.



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