Konflikt im DFB Klose äußert Unverständnis für Ballack

"Was soll ich da eingreifen?" Miroslav Klose lehnt eine Vermittlerrolle im Konflikt zwischen Ballack und Löw ab. Aber der Nationalstürmer hält den Gang Ballacks an die Öffentlichkeit für falsch. Auch den Vorwurf, der Bundestrainer kommuniziere nicht, kann Klose nicht verstehen.


Hamburg - Miroslav Klose hat im Nationalteam-Konflikt zwischen Kapitän Michael Ballack und Bundestrainer Joachim Löw Stellung bezogen. "Das kocht alles hoch, aber das müssen die Zwei schon selbst lösen, was soll ich da eingreifen?", sagte Klose am Mittwoch in München, auf die Frage, ob er eine Vermittlerrolle einnehmen könne.

Nationalstürmer Klose: Im DFB wie bei Bayern
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Nationalstürmer Klose: Im DFB wie bei Bayern

Der Angreifer vom Bayern München war über die Art und Weise des Konflikts überrascht. "Ich wäre das anders angegangen und nicht so in der Öffentlichkeit. Ich hätte es intern geklärt. Es waren zehn Tage Zeit mit dem Trainer zu reden", sagte Klose. "Es ist sicher nicht von Vorteil, wenn man wieder so eine Diskussion hat mit Trainer und Kapitän."

Klose betonte, dass Löw mit allen Auswahl-Akteuren rede. "Ich glaube nicht, dass Spieler auf ein Abstellgleis gestellt werden", schilderte der 30-Jährige seinen Eindruck. Dass Spieler im Nationalteam auch einmal auf der Bank säßen, sei nicht ungewöhnlich. "Es ist dort wie bei Bayern München. Man hat einen großen Kader und so viele gute Spieler", sagte Klose. Natürlich würde er anderen wie zum Beispiel Patrick Helmes Einsätze gönnen, "aber noch stehe ich hier und bringe meine Leistung".

goe/dpa



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