Konföderationen-Cup Attacken aus der Luft

Die Organisatoren der Fußball-WM 2006 sorgen sich nach den Erfahrungen beim Konföderationen-Cup um Eindringlinge in den Luftraum über den Stadien. Zusätzlich gibt es Probleme mit der Medientribüne in der Arena von Hannover.

Hamburg - Beim Konföderationen-Pokal, dem zweiwöchigen WM-Test in Deutschland, präsentierte nach SPIEGEL-Informationen ein Luftschiff wiederholt während der Spiele Werbung für den "TÜV Süd" über dem Nürnberger Frankenstadion. Das strikte Werbeverbot für Nicht-Sponsoren gelte jedoch "auch in der Luft", gab der Weltfußballverband Fifa dem Organisationskomitee-Vize Wolfgang Niersbach zu verstehen: Die Exklusivität der Lizenznehmer müsse gewahrt bleiben. Auch aus Sicherheitsgründen stellten solche Werbeflüge - etwa wegen der Flughafennähe der Frankfurter WM-Arena - "ein Problem" dar.

Eine weitere Schwachstelle entdeckten die WM-Manager in der Arena von Hannover. Dort steht die Medientribüne, im Widerspruch zur gängigen Praxis großer Sportstadien, auf der Sonnenseite. Die von der Fifa beauftragte TV-Produktionsgesellschaft "Host Broadcast Services" machte auf Qualitätseinbußen bei den Fernsehbildern aufmerksam, Printjournalisten fürchten Funktionsausfälle ihrer Laptops bei dauernder Sonneneinstrahlung.

OK-Sprecher Jens Grittner stellte in Aussicht, bis zur WM Abhilfe zu schaffen - "nur wissen wir noch nicht, wie". Ein Tribünenwechsel der Medien auf die gegenüberliegende Westseite sei nicht mehr möglich: Arbeits- und Interviewräume sowie die Zugänge zu den Teamkabinen liegen unverrückbar unter der Osttribüne.