Konföderationen-Cup Hexenkessel für Millionen

Nicht nur für die Fußballer und die Organisatoren ist der Konföderationen-Cup die WM-Generalprobe. Auch die neuen oder aufwendig modernisierten Stadien werden einem Belastungstest unterzogen. SPIEGEL ONLINE stellt die fünf Arenen vor, in denen vom 15. bis 29. Juni gespielt wird.


Frankfurt am Main - "Die Vorfreude ist riesig. Der Stellenwert des Confed-Cups ist enorm gestiegen. Wenn es uns gelingt, nach dem Turnier zu sagen, dass wir gute Gastgeber waren, dann haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung WM gemacht", sagte heute Organisationschef Franz Beckenbauer. Auch für Fifa-Präsident Sepp Blatter erhält der Konföderationen-Cup im Jahr 2005 einen goldenen Anstrich. "Das ist keine Feld-, Wald- und Wiesen-Veranstaltung mehr. Das Turnier ist mehr als nur eine WM-Generalprobe. Es ist ein sportlich extrem wichtiger Wettbewerb", so Blatter.

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Konföderationen-Cup: Hexenkessel für Millionen

Die 16 Spiele der acht teilnehmenden Mannschaften werden in 170 Länder übertragen, 3000 Medienvertreter aus der ganzen Welt berichten über das Acht-Nationen-Turnier, das Gesamtbudget des deutschen OK beläuft sich auf 32 Millionen Euro. "Der Confed-Cup hat Formen angenommen, man weiß ja gar nicht, wo das noch hinführt. Wir haben bis jetzt bereits über 500.000 Tickets verkauft, am Ende werden wir mit Sicherheit eine Auslastung der Stadien von bis zu 86 Prozent haben", freut sich Beckenbauer.

Ein besonderes Augenmerk der Fifa liegt auf den Sicherheitsvorkehrungen, damit Übergriffe von Hooligans und terroristische Anschläge so gut wie ausgeschlossen werden können. "Der einzige Unterschied zur WM ist, dass die Mehrzahl der Tickets für den Konföderationen-Cup in Deutschland verkauft wurden und bei der WM auch viele hunderttausend Gäste aus dem Ausland kommen werden. Grundsätzlich sind aber die Sicherheitsvorkehrungen denen bei der WM angeglichen", sagte OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach.

Unter anderem wird auch eine zweite Sicherheitslinie um die Stadien gezogen, so dass nur Karteninhaber in die Nähe der Arenen kommen können. "Immer wieder wird gesagt, dass Deutschland ein Organisations-Weltmeister sei. Da wäre Selbstgefälligkeit der größte Fehler. Du musst dir Stück für Stück alles erarbeiten", mahnt Niersbach, der den Konföderationen-Cup nicht als Generalprobe, sondern als "Härtetest" sieht: "Wir sind in allen Städten und Stadien noch nicht WM-reif."



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